Spätherbst
1819Schon mischt sich Rot in der Blätter Grün, Reseden und Astern im Verblühn, Die Trauben geschnitten, der Hafer gemäht, Der Herbst ist da, das Jahr wird spät.
Und doch (ob Herbst auch) die Sonne glüht - Weg drum mit der Schwermut aus deinem Gemüt! Banne die Sorge, genieße, was frommt, Eh Stille, Schnee und Winter kommt.
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Interpretation
Das Gedicht "Spätherbst" von Theodor Fontane beschreibt den Übergang vom Sommer zum Herbst und die damit verbundenen Veränderungen in der Natur. Die ersten beiden Zeilen malen ein Bild von der Verfärbung der Blätter und dem Verblühen von Blumen wie Reseden und Astern. Der Herbst ist gekommen, die Trauben sind geerntet und der Hafer gemäht. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und die Natur bereitet sich auf die kommende Winterruhe vor. Trotz der herbstlichen Stimmung und der bevorstehenden Kälte und Stille des Winters ermutigt der Dichter den Leser, sich nicht von Schwermut und Sorgen überwältigen zu lassen. Die Sonne glüht noch immer, und es gibt noch viel zu genießen, bevor der Winter Einzug hält. Der Herbst bietet eine letzte Gelegenheit, die Schönheit der Natur und die Freuden des Lebens zu würdigen, bevor die Welt sich in den Winterschlaf begibt. Das Gedicht endet mit einem Aufruf, die Sorgen zu verbannen und das zu genießen, was noch möglich ist. Der Herbst wird als eine Zeit des Übergangs und der Veränderung gesehen, aber auch als eine Chance, das Leben in vollen Zügen zu genießen, bevor die Stille und der Schnee des Winters kommen. Fontane ermutigt den Leser, das Beste aus der Gegenwart zu machen und sich nicht von der nahenden Kälte und Dunkelheit unterkriegen zu lassen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Imperativ
- Bannt die Sorge, genieße, was frommt
- Kontrast
- Und doch (ob Herbst auch) die Sonne glüht
- Metapher
- Schon mischt sich Rot in der Blätter Grün
- Personifikation
- Die Trauben geschnitten, der Hafer gemäht