Sonett 24

William Shakespeare

1564

Mein Auge hat als Malerin dem Schrein Des Herzens deinem Bild den Platz gegeben, Mein Busen schließt es gleich dem Rahmen ein, Um Kunstgerecht des Malers Werk zu heben. Und durch den Künstler kannst du nur die Stelle Erspähen, der dein Bildnis ward vertraut; Es hängt noch stets in meines Herzens Zelle, Das Fenster sich aus deinen Augen baut. Sieh wie die Augen freundlich sich vereinen; Meins malte dich, und deines ward dafür Zu meines Busens Fenster, durch das scheinen Die Sonnenstrahlen lustig hin zu dir. Eins fehlt dem Auge nur, sein wert zu schmücken: Es malt die Form, das Herz bleibt fremd den Blicken.

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Illustration zu Sonett 24

Interpretation

Das Gedicht Sonett 24 von William Shakespeare beschreibt die Beziehung zwischen dem Auge als Maler und dem Herzen als Schrein, in dem das Bild der Geliebten aufbewahrt wird. Das Auge malt das Bild der Geliebten auf die Leinwand des Herzens, und der Busen schließt es ein wie ein Rahmen, um das Werk des Malers zu erhöhen. Der Künstler, also das Auge, kann nur die Stelle erspähen, an der das Bildnis der Geliebten vertraut wurde. Es hängt noch immer in der Zelle des Herzens, das Fenster sich aus den Augen der Geliebten baut. Die Augen treffen sich freundlich, und das Auge des Sprechers malt die Geliebte, während das Auge der Geliebten zum Fenster des Herzens des Sprechers wird, durch das die Sonnenstrahlen lustig hin zu ihr scheinen. Das Auge des Sprechers kann nur die Form malen, aber das Herz bleibt den Blicken fremd. Es fehlt dem Auge nur, seinen Wert zu schmücken, denn es malt die Form, aber das Herz bleibt verborgen. Das Gedicht beschreibt die tiefe Verbundenheit zwischen dem Sprecher und seiner Geliebten, die durch die Augen und das Herz ausgedrückt wird. Das Auge malt das Bild der Geliebten auf die Leinwand des Herzens, und der Busen schließt es ein wie ein Rahmen, um das Werk des Malers zu erhöhen. Die Augen treffen sich freundlich, und das Auge des Sprechers malt die Geliebte, während das Auge der Geliebten zum Fenster des Herzens des Sprechers wird, durch das die Sonnenstrahlen lustig hin zu ihr scheinen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Bildsprache
Eins fehlt dem Auge nur, sein wert zu schmücken
Metapher
Es malt die Form, das Herz bleibt fremd den Blicken
Personifikation
Mein Auge hat als Malerin dem Schrein