Sommertraum
1877Golddurchflammte Ätherwogen, Schwerer Äste grüne Bogen, Süss verwob′ne Träumerei′n … Sommer, deine warmen Farben, Helle Blumen, gold′ne Garben Leuchten mir ins Herz hinein …
In dem Wald, dem dämm′rig düstern, Hörst du′s rauschen, lispeln, flüstern, Elfenmärchen - Duft und Schaum …? Blumenkinder nicken leise, Lauschen fromm der alten Weise Von des Waldes Sommertraum …
Und der See, der windumfächelt Lallend plätschert, sonnig lächelt, Netzt das Schilf aus lauem Born … Rosen blühen am Gelände, Rosenglut, wo ich mich wende, Und im Herzen tief ein Dorn …
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Interpretation
Das Gedicht "Sommertraum" von Lisa Baumfeld ist eine lyrische Hommage an die Schönheit und Magie des Sommers. Die Autorin malt ein lebendiges Bild einer idyllischen Sommerlandschaft, durchdrungen von warmen Farben, üppiger Vegetation und einer Atmosphäre der Ruhe und Entspannung. Der erste Teil des Gedichts konzentriert sich auf die visuelle Pracht des Sommers, mit goldenen Ätherwellen, grünen Bogen der schweren Äste und süßen Träumen, die sich verweben. Die Autorin beschreibt, wie die hellen Blumen und goldenen Garben ihr ins Herz leuchten und eine tiefe emotionale Verbindung zur Jahreszeit herstellen. Im zweiten Teil des Gedichts verlagert sich der Fokus auf die Geräusche und Düfte des Waldes. Baumfeld lädt den Leser ein, aufmerksam zuzuhören und die Elfenmärchen zu hören, die im Wind rauschen, flüstern und sich verweben. Die Blumenkinder, eine Metapher für die zarten Blüten, nicken leise und lauschen fromm der alten Weise des Waldes Sommertraum. Dieser Teil des Gedichts vermittelt ein Gefühl von Mystik und Zauber, das die Natur im Sommer umgibt. Der letzte Teil des Gedichts führt uns zum See, der sanft plätschert und in der Sonne lächelt. Das Schilf wird von lauem Born genetzt, was auf eine erfrischende und lebensspendende Qualität des Wassers hindeutet. Die Rosen blühen am Gelände und verbreiten ihre rosige Glut, wo immer sich die Autorin umdreht. Doch inmitten dieser Schönheit gibt es auch einen Hauch von Melancholie, symbolisiert durch den Dorn im Herzen. Dieser Dorn könnte auf die Vergänglichkeit des Sommers oder die bittersüße Natur der Erinnerung an vergangene Sommertage hindeuten. Insgesamt ist "Sommertraum" ein poetisches und sinnliches Gedicht, das die Leser dazu einlädt, die Magie und Schönheit des Sommers in all ihren Facetten zu erleben und zu schätzen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Schwerer Äste grüne Bogen
- Anapher
- Dämm'rig düstern, Hörst du's rauschen, lispeln, flüstern
- Bildsprache
- Helle Blumen, gold'ne Garben
- Hyperbel
- Und im Herzen tief ein Dorn
- Metapher
- Golddurchflammte Ätherwogen
- Personifikation
- Sommer, deine warmen Farben
- Symbolik
- Rosen blühen am Gelände
- Vergleich
- Elfenmärchen - Duft und Schaum