Sommerabende, ihr lauen
unknownSommerabende, ihr lauen, Bettet mich auf eure Kissen, Laßt in Fernen, dunkelblauen, Meiner Träume Wimpel hissen.
Stunden, die am Tag sich placken, Feiern nächtlich froh verwegen, Und ich fühl um meinen Nacken Zärtlich sich zwei Arme legen.
Ist die Seele liebeswund? Heißren Atem haucht der Flieder, Und der rote Himmelsmund Neigt sich üppig zu mir nieder.
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Interpretation
Das Gedicht "Sommerabende, ihr lauen" von Klabund beschreibt die Sehnsucht nach Entspannung und Liebe an lauen Sommerabenden. Der Sprecher bittet die Sommerabende, ihn auf ihre Kissen zu betten und seine Träume in den dunkelblauen Fernen hissen zu lassen. Die Stunden, die tagsüber hart arbeiten, feiern nachts ausgelassen und wild. Der Sprecher fühlt die zärtlichen Arme um seinen Nacken. Die zweite Strophe fragt, ob die Seele liebeswund ist. Heißer Atem haucht aus dem Flieder, und der rote Himmelsmund neigt sich üppig zu ihm herab. Der Flieder und der Himmelsmund symbolisieren die sinnliche Liebe und Leidenschaft, die den Sprecher an diesen lauen Sommerabenden umgibt. Die Seele des Sprechers sehnt sich danach, sich dieser Liebe hinzugeben und sich fallen zu lassen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Stimmung der Sehnsucht nach Entspannung, Liebe und Leidenschaft an lauen Sommerabenden. Der Sprecher sehnt sich danach, sich fallen zu lassen und sich der sinnlichen Liebe hinzugeben, die ihn umgibt. Das Gedicht ist eine Ode an die Schönheit und Intensität der lauen Sommerabende und die damit verbundenen Gefühle.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Sommerabende, ihr lauen
- Bildsprache
- Und der rote Himmelsmund Neigt sich üppig zu mir nieder
- Metapher
- Meiner Träume Wimpel hissen
- Personifikation
- Stunden, die am Tag sich placken, Feiern nächtlich froh verwegen
- Vergleich
- Heißren Atem haucht der Flieder