Sommer

Hermann Rollett

unbekannt

Ueberall der Sonne Glut — Wald und Wiese trocken, Lebensquell und Wellenflut Will im Laufe stocken.

Nur im Friedhof, lachend grün, Lebensvolle Sprossen - Gottesacker muß ja blühn Thränenübergossen.

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Illustration zu Sommer

Interpretation

Das Gedicht "Sommer" von Hermann Rollett beschreibt die Auswirkungen der Sommerhitze auf die Natur. Die intensive Sonnenhitze führt dazu, dass Wald und Wiese austrocknen und sogar Lebensquellen und Flüsse zu stocken drohen. Die Natur scheint unter der drückenden Sommerhitze zu leiden und zu erstarren. Einzig der Friedhof bildet eine Ausnahme. Hier ist das Gras üppig grün und voller Leben. Der Friedhof blüht sogar, obwohl er von Tränen der Trauer getränkt ist. Der Autor verwendet eine Metapher, indem er den Friedhof als "Gottesacker" bezeichnet, was die Verbindung zwischen Leben und Tod symbolisiert. Das Gedicht vermittelt eine ambivalente Stimmung. Einerseits herrscht eine bedrückende Atmosphäre durch die auszehrende Sommerhitze und das Stocken des Lebens. Andererseits strahlt der Friedhof eine gewisse Lebendigkeit und Hoffnung aus, obwohl er ein Ort der Trauer ist. Rollett nutzt den Kontrast zwischen der ausgedörrten Natur und dem blühenden Friedhof, um die Vergänglichkeit des Lebens und die Kontinuität des Todes zu verdeutlichen.

Schlüsselwörter

ueberall sonne glut wald wiese trocken lebensquell wellenflut

Wortwolke

Wortwolke zu Sommer

Stilmittel

Alliteration
Wald und Wiese trocken
Kontrast
Nur im Friedhof, lachend grün, Lebensvolle Sprossen - Gottesacker muß ja blühn Thränenübergossen
Metapher
Lebensquell und Wellenflut
Personifikation
Will im Laufe stocken