So werden wir nicht mehr schweifen
1830So werden wir nicht mehr schweifen Umher in der späten Nacht, Wenn das Herz auch noch verliebt ist Und der Mond noch immer lacht.
Denn das Schwert verschleißt seine Scheide Und die Seele verschleißt die Brust, Und das Herz muß ruhn um zu atmen Und Liebe rasten von Lust.
Ist die Nacht auch gemacht für die Liebe Und der Tag folgt zu schnell der Nacht, So werden wir doch nicht mehr schweifen, Wenn der Mond vom Himmel lacht.
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Interpretation
Das Gedicht "So werden wir nicht mehr schweifen" von George Gordon Lord Byron thematisiert die Vergänglichkeit der Liebe und des Lebens. Der Sprecher reflektiert über die nächtlichen Streifzüge der Liebenden, die in der Jugend noch voller Leidenschaft und Energie sind. Doch mit der Zeit erkennt er, dass auch die Liebe ihre Grenzen hat und dass der Körper und die Seele Ruhe brauchen. Im zweiten Teil des Gedichts verwendet Byron eindringliche Metaphern, um die Erschöpfung zu verdeutlichen. Das Schwert, das seine Scheide verschleißt, symbolisiert die unermüdliche Aktivität der Liebenden, während die Seele, die die Brust verschleißt, die emotionale Belastung darstellt. Das Herz muss ruhen, um zu atmen, und die Liebe muss von ihrer Lust ruhen, was die Notwendigkeit von Pausen und Erholung unterstreicht. Im letzten Teil des Gedichts akzeptiert der Sprecher die Unausweichlichkeit des Wandels. Obwohl die Nacht für die Liebe gemacht ist und der Tag schnell folgt, wird er nicht mehr schweifen, wenn der Mond vom Himmel lacht. Dies zeigt eine gewisse Resignation und die Erkenntnis, dass die Zeit der unbeschwerten nächtlichen Abenteuer vorbei ist. Das Gedicht endet mit einem Gefühl der Akzeptanz und der Einsicht, dass alles im Leben einem natürlichen Zyklus unterliegt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Kontrast
- So werden wir nicht mehr schweifen / Wenn der Mond vom Himmel lacht
- Metapher
- Die Seele verschleißt die Brust
- Parallelismus
- Und das Herz muß ruhn um zu atmen / Und Liebe rasten von Lust
- Personifikation
- Wenn der Mond vom Himmel lacht