So weit als die Welt...
1794So weit als die Welt, So mächtig der Sinn, So viel Fremde er umfangen hält, So viel Heimat ist ihm Gewinn.
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Interpretation
Das Gedicht "So weit als die Welt" von Clemens Brentano beschreibt die unendliche Weite und Tiefe des menschlichen Geistes. Die erste Zeile vergleicht die Ausdehnung des Geistes mit der Weite der Welt und deutet an, dass er keine Grenzen kennt. Der zweite Vers betont die immense Kraft und Stärke des Geistes, die es ihm ermöglicht, sich immer weiter auszudehnen und zu entwickeln. Die dritte und vierte Zeile bringen den paradoxen Charakter des Geistes zum Ausdruck. Einerseits umfasst er eine Vielzahl fremder und unbekannter Dinge, was auf seine Offenheit und Neugierde hinweist. Andererseits findet er in dieser Vielfalt auch eine Art von Heimat, eine Vertrautheit und Geborgenheit. Dies deutet darauf hin, dass der Geist in der Lage ist, sich in der Fremde zurechtzufinden und Verbindungen herzustellen, selbst in den ungewohntesten Umgebungen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine tiefgründige Auseinandersetzung mit der Natur des menschlichen Geistes. Es feiert seine grenzenlose Weite, seine unerschöpfliche Kraft und seine Fähigkeit, sowohl das Unbekannte zu erforschen als auch darin eine Art von Heimat zu finden. Brentano lädt den Leser dazu ein, über die eigenen geistigen Fähigkeiten nachzudenken und die unendlichen Möglichkeiten zu erkennen, die in jedem Menschen schlummern.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- So weit als die Welt, So mächtig der Sinn
- Kontrast
- So viel Fremde er umfangen hält, So viel Heimat ist ihm Gewinn