So ich traurig bin

Stefan George

1930

So ich traurig bin Weiss ich nur ein ding: Ich denke mich bei dir Und singe dir ein lied.

Fast vernehme ich dann Deiner stimme klang. Ferne singt sie nach Und minder wird mein gram.

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Interpretation

Das Gedicht "So ich traurig bin" von Stefan George beschreibt den Trost, den der Sprecher in Gedanken an eine geliebte Person findet. Wenn der Sprecher traurig ist, weiß er nur eines: Er denkt an die geliebte Person und singt ihr ein Lied. Diese Gedanken und das Singen sind ein Mittel, um mit der Traurigkeit umzugehen und Trost zu finden. Der zweite Teil des Gedichts deutet an, dass der Sprecher fast die Stimme der geliebten Person hören kann, die ihm aus der Ferne antwortet. Diese imaginäre Antwort der geliebten Person lässt die Traurigkeit des Sprechers nachlassen und mindern. Das Gedicht vermittelt somit die Kraft der Liebe und der Erinnerung, um Trost und Linderung in schwierigen Zeiten zu finden. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Hoffnung und des Trostes. Es zeigt, dass selbst in Momenten der Traurigkeit und Einsamkeit die Gedanken an eine geliebte Person und die Vorstellung ihrer Gegenwart Trost spenden können. Das Gedicht ist ein Ausdruck der menschlichen Sehnsucht nach Verbindung und der Kraft der Liebe, um über schwierige Zeiten hinwegzukommen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Enjambement
So ich traurig bin Weiss ich nur ein ding: Ich denke mich bei dir Und singe dir ein lied.
Metapher
Deiner stimme klang
Personifikation
Ferne singt sie nach