Selige Grüße

Peter Hille

1916

Bläulicher Flieder. Ist das ein Grüßen! Wirbelnde Lieder Wehen herüber, - Stürben lieber. Seligsein - und das heißt büßen.

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Illustration zu Selige Grüße

Interpretation

Das Gedicht "Selige Grüße" von Peter Hille beschreibt eine Szene, in der blauer Flieder als Gruß wahrgenommen wird. Die Blüten des Flieders werden mit wirbelnden Liedern verglichen, die herüberwehen. Doch anstatt sich über diesen Gruß zu freuen, drückt der Sprecher den Wunsch aus, lieber zu sterben. Die letzten beiden Zeilen offenbaren die eigentliche Botschaft des Gedichts. "Seligsein - und das heißt büßen" bedeutet, dass das Streben nach Glück oder Seligkeit immer auch einen Preis hat, einen Verzicht oder ein Opfer erfordert. Das Gedicht vermittelt eine melancholische Grundstimmung und hinterfragt die Vorstellung von ungetrübtem Glück.

Schlüsselwörter

bläulicher flieder grüßen wirbelnde lieder wehen herüber stürben

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Stilmittel

Alliteration
Bläulicher Flieder, Wirbelnde Lieder
Enjambement
Bläulicher Flieder. Ist das ein Grüßen! Wirbelnde Lieder Wehen herüber, - Stürben lieber.
Metapher
Wirbelnde Lieder Wehen herüber
Paradox
Stürben lieber
Trennung
Seligsein - und das heißt büßen