Selbstlob
1827Wie? mich selbst je hätt ich gelobt? Wo? Wann? Es entdeckte Irgend ein Mensch jemals eitle Gedanken in mir? Nicht mich selber, ich rühmte den Genius, welcher besucht mich, Nicht mein sterbliches, mein flüchtiges, irdisches Nichts! Weil ich bescheiden und still mich selbst für viel zu gering hielt, Staunt ich in meinem Gemüt über den göttlichen Gast.
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Interpretation
Das Gedicht "Selbstlob" von August von Platen ist eine Auseinandersetzung mit der Frage nach Selbstbewunderung und Bescheidenheit. Der Autor stellt sich selbst die Frage, ob er sich jemals selbst gelobt habe und ob jemand jemals eitle Gedanken in ihm entdeckt habe. Er betont, dass er nicht sich selbst rühme, sondern den Genius, der ihn besucht. Er hebt hervor, dass er sein sterbliches, flüchtiges, irdisches Nichts nicht preise. Der zweite Teil des Gedichts verdeutlicht, dass der Autor bescheiden und still ist und sich selbst für viel zu gering hält. Er staunt in seinem Gemüt über den göttlichen Gast, der ihn besucht. Dies zeigt, dass er sich selbst nicht überbewertet, sondern die Größe und Bedeutung des Genies anerkennt, das ihn inspiriert. Das Gedicht verdeutlicht somit die Bescheidenheit des Autors und seine Anerkennung der göttlichen Inspiration, die ihn leitet.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Gegensatz
- Nicht mein sterbliches, mein flüchtiges, irdisches Nichts!
- Hyperbel
- Weil ich bescheiden und still mich selbst für viel zu gering hielt
- Metapher
- ich rühmte den Genius, welcher besucht mich
- Rhetorische Frage
- Wie? mich selbst je hätt ich gelobt? Wo? Wann?