Sehnsucht
1834Schwer, langweilig ist mir mein Zeit, Seit ich mich täte scheiden, Von dir mein Schatz und höchste Freud, Ich merk, daß ich muß leiden, Ach weh der Frist, zu lang sie ist, Wird mir zu lang in Schmerzen, Daß ich oft klag, Es scheint kein Tag, Des wird gedacht im Herzen.
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Interpretation
Das Gedicht "Sehnsucht" von Unbekannt handelt von der tiefen Trauer und Sehnsucht, die der Sprecher nach der Trennung von seiner geliebten Person empfindet. Die Zeit erscheint ihm schwer und langweilig, da er die Freude und das Glück, das ihm sein Schatz einst bereitet hat, nicht mehr erfährt. Der Verlust dieser höchsten Freude führt dazu, dass er leiden muss und die Zeit ihm unerträglich lang vorkommt. Der Sprecher drückt seine Verzweiflung über die Dauer der Trennung aus, indem er die Frist als zu lang empfindet und in Schmerzen versinkt. Die Wiederholung des Leidens und der Klage verdeutlicht die Intensität seiner Emotionen. Die Zeit scheint stillzustehen, und jeder Tag fühlt sich wie eine Ewigkeit an, da er ständig an seine verlorene Liebe denken muss. Die Sehnsucht des Sprechers wird durch die Wiederholung des Gedankens an seine Geliebte im Herzen verstärkt. Die Trennung hat eine tiefe emotionale Wunde hinterlassen, die nicht heilt. Das Gedicht vermittelt eindringlich das Gefühl der Isolation und des Verlustes, das der Sprecher erlebt, und zeigt, wie sehr die Abwesenheit der geliebten Person sein Leben und seine Wahrnehmung der Zeit beeinflusst.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Schwer, langweilig ist mir mein Zeit
- Anapher
- Ich merk, daß ich muß leiden, Ach weh der Frist
- Hyperbel
- Wird mir zu lang in Schmerzen
- Metapher
- Seit ich mich täte scheiden, Von dir mein Schatz und höchste Freud
- Personifikation
- Ach weh der Frist, zu lang sie ist