Sehnsucht
1867Ihre Arme umschlingen den Mondenschein Und ringen nach den Sternen, Die Augen wühlen sich in die Nacht, In kalte leblose Fernen. Und es umkrallt die bettelnde Hand Den tauben Stein, den toten Sand, Zermalmt von verzweifeltem Sehnen. Ertrinkend in Sehnsucht und Tränen.
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Interpretation
Das Gedicht "Sehnsucht" von Max Dauthendey beschreibt eine intensive und verzweifelte Sehnsucht. Die erste Strophe vermittelt das Bild einer Person, die nach etwas Unerreichbarem strebt. Die Arme umarmen den Mondenschein und die Augen suchen in der Nacht nach den Sternen. Dies symbolisiert die Sehnsucht nach etwas Schönem und Unnahbarem. Die Nacht und die kalten, leblosen Fernen verstärken das Gefühl der Einsamkeit und der Sehnsucht. Die zweite Strophe verdeutlicht die Verzweiflung und die Hoffnungslosigkeit der Person. Die bettelnde Hand krallt sich an einen tauben Stein und toten Sand, was die Nutzlosigkeit und die Unfähigkeit, die Sehnsucht zu stillen, darstellt. Die Verzweiflung wird durch die Worte "zermalmt von verzweifeltem Sehnen" ausgedrückt. Die Person ist überwältigt von ihrer Sehnsucht und ihren Tränen, wie in der letzten Zeile "Ertrinkend in Sehnsucht und Tränen" deutlich wird. Insgesamt vermittelt das Gedicht ein tiefes Gefühl der Sehnsucht und der Verzweiflung. Die Person sehnt sich nach etwas Unerreichbarem und ist dabei in ihrer eigenen Welt gefangen. Die Bilder der Nacht, der Sterne und des Mondenscheins verstärken das Gefühl der Einsamkeit und der Sehnsucht nach etwas Schönem. Das Gedicht zeigt die menschliche Erfahrung der Sehnsucht und wie sie uns überwältigen kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- In kalte leblose Fernen
- Kontrast
- Tauben Stein, toten Sand
- Metapher
- Zermalmt von verzweifeltem Sehnen
- Personifikation
- Ertrinkend in Sehnsucht und Tränen