Sehnsucht

Julius Mosen

1867

Wär´ich der Regen, ich wollte mich leben der Erde ans Herz; wie sollte sie blühen und jauchzen und glühen.

Wär´ich die Sonne, ich sög´mich vor Wonne ins dampfende Meer; wie sollt´es da rauschen und Küsse tauschen!

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Illustration zu Sehnsucht

Interpretation

Das Gedicht "Sehnsucht" von Julius Mosen handelt von einem tiefen Verlangen nach Vereinigung und Hingabe. Der Sprecher imaginiert sich als Regen, der sich der Erde hingeben und sie zum Blühen bringen möchte. Dies symbolisiert ein Verlangen nach Nähe, Verbundenheit und dem Wunsch, etwas Positives zu bewirken. In der zweiten Strophe imaginiert sich der Sprecher als Sonne, die sich in das Meer ergießt und dort ein Fest der Natur auslöst. Dies steht für ein Verlangen nach Leidenschaft, Intensität und dem Wunsch, sich selbst vollständig zu verlieren und eins zu werden mit dem Geliebten. Insgesamt vermittelt das Gedicht ein starkes Gefühl der Sehnsucht nach Vereinigung, Hingabe und einer tiefen Verbindung mit der Natur und dem Geliebten. Der Sprecher sehnt sich danach, Teil von etwas Größerem zu sein und seine Liebe und Leidenschaft uneingeschränkt ausleben zu können.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Hyperbel
wie sollt´es da rauschen und Küsse tauschen
Metapher
Wär´ich die Sonne
Personifikation
ich sög´mich vor Wonne ins dampfende Meer