Seereise
1862Pitsch - patsch -Badefaß, Rumpumpel planscht die Stube naß; Ist ein junger Wasserheld, Segelt durch die ganze Welt Im Wipp - im Wapp - im Schaukelkahn Über den großen Ozean! Stehn alle Wilden still Und schrein: Was bloß Rumpumpel will? So spliternackt und pitschenaß, In Seinem kleinen Schaukelfaß? Schnell das Badelaken!
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Interpretation
Das Gedicht "Seereise" von Paula Dehmel handelt von einem kleinen Jungen namens Rumpumpel, der im Badezimmer seiner Fantasie freien Lauf lässt. Er verwandelt das Badefass in ein Schiff und sich selbst in einen mutigen Seefahrer, der die Weltmeere bereist. Die spielerische Sprache und die rhythmischen Wiederholungen wie "Pitsch - patsch" und "Wipp - im Wapp" vermitteln die kindliche Freude am Wasserspiel. Rumpumpel wird als "junger Wasserheld" beschrieben, der in seinem "Schaukelkahn" über den "großen Ozean" segelt. Die Szene wird lebendig durch die Anwesenheit von "Wilden", die staunend zusehen und sich fragen, was Rumpumpel wohl vorhat. Die humorvolle Darstellung von Rumpumpels Nacktheit und der chaotischen Wasserspielerei unterstreicht die Unschuld und den unbeschwerten Charakter des kindlichen Spiels. Das Gedicht endet mit dem Hinweis auf das "Badelaken", das vermutlich benötigt wird, um die Wasserspuren aufzuwischen. Dies deutet darauf hin, dass das spielerische Chaos bald ein Ende finden wird, aber die Erinnerung an das Abenteuer bleibt. Die Zeilen fangen die Essenz kindlicher Fantasie und die Freude am einfachen Spiel ein, ohne sich um die Konsequenzen zu sorgen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Schnell das Badelaken
- Bildsprache
- Was bloß Rumpumpel will? So splitternackt und pitschenaß, In Seinem kleinen Schaukelfaß?
- Hyperbel
- Über den großen Ozean
- Metapher
- Segelt durch die ganze Welt
- Onomatopoesie
- Pitsch - patsch -Badefaß, Rumpumpel planscht die Stube naß
- Personifikation
- Stehn alle Wilden still
- Wiederholung
- Im Wipp - im Wapp - im Schaukelkahn