Seemuscheln
1845Ich komme her vom Meeresstrand, Da fand ich Blümlein allerhand:
Die ohne Pfleg’ und Sonnenschein Im weißen Sande gut gedeih’n,
Die nicht im Reif und Schnee vergehn, Vor Regenguss und Sturm bestehn,
Ja, die da blühn das ganze Jahr Am Strande schön und wunderbar.
“Hast du dabei an mich gedacht Und mir ein Blümlein mitgebracht?”
Ich habe wohl an dich gedacht Und dir manch Blümlein mitgebracht.
Nimm diese Muscheln gelb und grau Und rosenroth und himmelblau.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Seemuscheln" von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben handelt von einem Spaziergang am Meeresstrand, bei dem der Sprecher verschiedene Blumen entdeckt, die in der harschen Umgebung gedeihen. Diese Blumen blühen ohne Pflege und Sonnenschein, überstehen Frost und Schnee, trotzen Regen und Sturm und blühen das ganze Jahr über am Strand. Der Sprecher denkt dabei an eine geliebte Person und bringt ihr Blumen mit. Der zweite Teil des Gedichts zeigt eine direkte Ansprache an die geliebte Person, die fragt, ob der Sprecher an sie gedacht und ein Blümlein mitgebracht hat. Der Sprecher bejaht dies und präsentiert ihr Muscheln in verschiedenen Farben als Geschenk. Die Muscheln symbolisieren die Schönheit und Einzigartigkeit der Natur, die der Sprecher am Strand entdeckt hat. Das Gedicht vermittelt eine romantische Stimmung und die Freude des Sprechers, die Schönheit der Natur mit seiner geliebten Person zu teilen. Die Muscheln stehen als Symbol für die Verbundenheit zwischen dem Sprecher und der angesprochenen Person, die durch die gemeinsame Wertschätzung der Natur gestärkt wird.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Ja, die da blühn das ganze Jahr Am Strande schön und wunderbar
- Kontrast
- Die nicht im Reif und Schnee vergehn, Vor Regenguss und Sturm bestehn
- Personifikation
- Die ohne Pfleg' und Sonnenschein Im weißen Sande gut gedeih'n
- Rhetorische Frage
- Hast du dabei an mich gedacht Und mir ein Blümlein mitgebracht?