Seele der Liebenden

Francisca Stoecklin

unknown

Einmal schon liebte ich dich Und das Meer, das Meer. Doch lichter waren damals Die Seelen, ungetrübt Von dunklen Taten. Es sangen unsere Liebe Strahlend die Sterne, Und das Meer, das Meer. Wie viel hundert Jahre Sind seitdem vergangen, Wie viel Leiden und Tode Und Sterne. Wo blieben Die Seelen so lange? Wir halten uns schweigend Die schauernden Hände. Wir blicken uns tief In die fragenden Augen. Noch singen die Sterne Und das Meer, das Meer. Aber unfassbar ewig Ist die Vergangenheit Der menschlichen Seele.

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Illustration zu Seele der Liebenden

Interpretation

Das Gedicht "Seele der Liebenden" von Francisca Stoecklin erzählt von einer früheren Liebe, die einst im Einklang mit der Natur und den Sternen stand. Die Seelen der Liebenden waren damals rein und unbelastet von dunklen Taten. Die Liebe wurde von den Sternen besungen, und das Meer war ein Symbol ihrer Verbundenheit. Doch die Zeit verging, und viele Jahre, Leiden und Tode trennten die Liebenden. Die Seelen verloren sich in der Vergangenheit. Jetzt halten sich die Liebenden schweigend die Hände und blicken sich tief in die Augen, um die Fragen der verlorenen Zeit zu beantworten. Die Sterne singen immer noch, und das Meer ist immer noch da, aber die Vergangenheit der menschlichen Seele ist unfassbar ewig. Das Gedicht vermittelt ein Gefühl von Sehnsucht, Verlust und der Unausweichlichkeit der Zeit.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Und das Meer, das Meer.
Enjambement
Wo blieben / Die Seelen so lange?
Hyperbel
Wie viel hundert Jahre / Sind seitdem vergangen
Kontrast
Doch lichter waren damals / Die Seelen, ungetrübt / Von dunklen Taten.
Metapher
Die Seelen
Parallelismus
Wir halten uns schweigend / Die schauernden Hände. / Wir blicken uns tief / In die fragenden Augen.
Personifikation
Es sangen unsere Liebe / Strahlend die Sterne