Schweigen der Nacht

Francisca Stoecklin

1920

Die Nacht trägt gar ein stilles Kleid, Aber in seinen Falten wacht das Leid. Die Nacht ist voll Ruhe und wie ein Grab. Vor Dunkelheit sehn wir keine Klippen. Jetzt wirft einer sein Lächeln ab, Und sehnen Frauen mit durstigen Lippen. Jetzt entfällt meinen Kinderhänden das Ziel Jetzt schweigen alle - nur der Tod spricht viel.

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Illustration zu Schweigen der Nacht

Interpretation

Das Gedicht "Schweigen der Nacht" von Francisca Stoecklin beschreibt die Nacht als eine Zeit der Stille und des Leids. Die Nacht wird als ein stilles Kleid dargestellt, in dessen Falten das Leid wacht. Die Ruhe der Nacht wird mit einem Grab verglichen, was auf die Endgültigkeit und den Tod hindeutet. Die Dunkelheit wird als eine Zeit beschrieben, in der keine Klippen zu sehen sind, was auf die Orientierungslosigkeit und Unsicherheit in der Nacht hindeutet. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Nacht als eine Zeit des Verlusts und der Sehnsucht dargestellt. Es wird beschrieben, wie jemand sein Lächeln ablegt und Frauen mit durstigen Lippen sehnen. Dies könnte auf die Einsamkeit und die Sehnsucht nach menschlicher Nähe in der Nacht hindeuten. Die Kinderhände verlieren ihr Ziel, was auf die Verwirrung und die Orientierungslosigkeit in der Dunkelheit hinweisen könnte. Im letzten Teil des Gedichts wird das Schweigen der Nacht betont. Während alle anderen schweigen, spricht der Tod viel. Dies könnte auf die Endgültigkeit und die Unausweichlichkeit des Todes hinweisen, der auch in der Stille der Nacht präsent ist. Das Gedicht vermittelt eine düstere und melancholische Stimmung und regt zum Nachdenken über die Bedeutung von Stille, Leid und Tod an.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

Wortwolke zu Schweigen der Nacht

Stilmittel

Kontrast
Jetzt schweigen alle - nur der Tod spricht viel
Metapher
Jetzt entfällt meinen Kinderhänden das Ziel
Personifikation
Die Nacht trägt gar ein stilles Kleid
Vergleich
Die Nacht ist voll Ruhe und wie ein Grab