Schöne Fremde
1837Es rauschen die Wipfel und schauern, Als machten zu dieser Stund Um die halbversunkenen Mauern Die alten Götter die Rund.
Hier hinter den Myrtenbäumen In heimlich dämmernder Pracht, Was sprichst du wirr wie in Träumen Zu mit, phantastische Nacht?
Es funkeln auf mich alle Sterne Mit glühendem Liebesblick, Es redet trunken die Ferne Wie von künftigem, großem Glück!
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Interpretation
Das Gedicht "Schöne Fremde" von Joseph von Eichendorff beschreibt eine mystische und faszinierende Atmosphäre einer fremden, vielleicht antiken, Umgebung. Die Natur und die Umgebung werden lebendig und fast übernatürlich dargestellt, als ob die alten Götter um die halbversunkenen Mauern wandeln würden. Diese Szenerie ruft ein Gefühl der Ehrfurcht und des Staunens hervor, das den Sprecher in seinen Bann zieht. Die Nacht wird als phantastisch und träumerisch beschrieben, die hinter den Myrtenbäumen in einer geheimnisvollen Dämmerung liegt. Der Sprecher fühlt sich von der Nacht angesprochen, als ob sie ihm in verwirrenden Träumen zuflüstert. Diese Interaktion mit der Nacht verstärkt das Gefühl der Verzauberung und des Geheimnisvollen, das den Sprecher umgibt. Die Sterne funkeln mit einer fast liebevollen Intensität und die Ferne spricht in betrunkenen Tönen von zukünftigem, großem Glück. Dies deutet darauf hin, dass der Sprecher von Hoffnung und Sehnsucht erfüllt ist, inspiriert von der Schönheit und dem Versprechen der unbekannten Umgebung. Das Gedicht endet mit einem Gefühl der Erwartung und des Optimismus, das den Leser mitnimmt in die Welt der Träume und Möglichkeiten.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- heimlich dämmernder Pracht
- Metapher
- phantastische Nacht
- Personifikation
- Es redet trunken die Ferne Wie von künftigem, großem Glück