Schnell nieder mit der alten Welt...

Clemens Brentano

1794

Schnell nieder mit der alten Welt, Die neue zu erbauen. Der, dem die Liebe sich gesellt, Darf nicht nach Trümmern schauen. Aus Kraft und nicht aus Reue dringt, Was die Vergangenheit verschlingt.

Anhören

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Schnell nieder mit der alten Welt...

Interpretation

Das Gedicht "Schnell nieder mit der alten Welt" von Clemens Brentano ist ein kraftvolles Plädoyer für Erneuerung und Fortschritt. Der Sprecher fordert dazu auf, die bestehende Weltordnung schnell zu zerstören, um Platz für eine neue, bessere Welt zu schaffen. Dies geschieht nicht aus Wut oder Hass, sondern aus Liebe und dem Wunsch nach Veränderung. Die Zeile "Der, dem die Liebe sich gesellt, Darf nicht nach Trümmern schauen" deutet darauf hin, dass derjenige, der von Liebe geleitet wird, den Blick nach vorne richten und sich nicht von den Überresten der Vergangenheit ablenken lassen darf. Die Liebe dient hier als treibende Kraft für den Umbruch und die Schaffung einer neuen Weltordnung. Der letzte Vers "Aus Kraft und nicht aus Reue dringt, Was die Vergangenheit verschlingt" betont, dass der Prozess des Wandels aus Stärke und Entschlossenheit heraus erfolgen sollte, nicht aus Schuldgefühlen oder Reue. Die Vergangenheit wird nicht aus Hass oder Rachsucht zerstört, sondern um Platz für etwas Neues und Besseres zu schaffen. Das Gedicht spricht eine klare Sprache der Hoffnung und des Optimismus für eine zukünftige, verbesserte Welt.

Schlüsselwörter

schnell nieder alten welt neue erbauen liebe gesellt

Wortwolke

Wortwolke zu Schnell nieder mit der alten Welt...

Stilmittel

Alliteration
Darf nicht nach Trümmern schauen
Kontrast
Schnell nieder mit der alten Welt, / Die neue zu erbauen
Metapher
Was die Vergangenheit verschlingt
Personifikation
die Liebe sich gesellt