Schneeflocken

Klabund

unknown

Wende ich den Kopf nach oben: Wie die weissen Flocken fliegen, Fühle ich mich selbst gehoben Und im Wirbeltanze wiegen.

Dicht und dichter das Gewimmel; Eine Flocke bin auch ich. - Wieviel Flocken braucht der Himmel, Eh die Erde langsam sich Weiss umhüllt.

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Illustration zu Schneeflocken

Interpretation

Das Gedicht "Schneeflocken" von Klabund beschreibt die Erfahrung des Betrachters, der den Kopf zum Himmel wendet und die fallenden Schneeflocken beobachtet. Die weißen Flocken werden als tanzend und wirbelnd dargestellt, was ein Gefühl der Leichtigkeit und Erhebung beim Betrachter auslöst. Die Schneeflocken werden als Teil einer gemeinsamen Bewegung wahrgenommen, in der sich der Betrachter selbst eingebunden fühlt. Die zweite Strophe intensiviert die Beobachtung, indem sie die Dichte der Schneeflocken hervorhebt. Das "Gewimmel" der Flocken wird als immer dichter werdend beschrieben, was eine Art von Einheit oder Gemeinschaft suggeriert. Der Betrachter identifiziert sich selbst als eine dieser Flocken, was eine Verbindung zwischen Mensch und Natur herstellt. Die Frage nach der Anzahl der Flocken, die der Himmel senden muss, bevor die Erde langsam in Weiß gehüllt ist, unterstreicht die transformative Kraft des Schnees. Das Gedicht endet mit einer Reflexion über den Prozess der Veränderung, den der Schnee auf die Erde bringt. Die Erde wird als "langsam" beschrieben, was auf einen graduellen und sanften Prozess hindeutet. Die "weiße Hülle" symbolisiert eine Art von Reinheit oder Erneuerung, die der Schnee über die Erde legt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine meditative Stimmung und eine tiefe Verbundenheit mit der Natur.

Schlüsselwörter

flocken wende kopf oben weissen fliegen fühle selbst

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Fühle ich mich selbst gehoben
Bildsprache
Wieviel Flocken braucht der Himmel
Metapher
Eine Flocke bin auch ich
Personifikation
Eh die Erde langsam sich Weiss umhüllt
Symbolik
Weiss umhüllt
Vergleich
Wie die weissen Flocken fliegen