Schnee

Friedrich Freiherr von Logau

unbekannt

Fällt um dunkle Bäume weich der Schnee, Lange sacht, dann aufgewirbelt, jäh.

Hüllt den Tag in dämmerndes Gewühl, Breitet auf die Erde Pfühl um Pfühl.

Wandert einer, und er sieht den Flaum; Denkt er: weiches Bette, weiter Raum!

Wandert einer und er weiss kein Dach, Denkt: hier fände ich ein Wohngemach!

Ist wie zugehangen rings die Welt, Schiebt sich eng zusammen wie ein Zelt.

Busch und Bäume stehen unbewegt Und von Einsamkeit wie eingehegt.

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Illustration zu Schnee

Interpretation

Das Gedicht "Schnee" von Friedrich Freiherr von Logau beschreibt die Wirkung des Schnees auf die Landschaft und die Gedankenwelt des Menschen. Der Schnee fällt sanft und leise auf die dunklen Bäume, umhüllt den Tag in eine düstere Atmosphäre und breitet sich wie ein Teich auf der Erde aus. Die Beschreibung des Schnees als weich und sanft schafft eine friedliche und ruhige Stimmung. Die zweite Strophe des Gedichts zeigt die unterschiedlichen Reaktionen der Menschen auf den Schnee. Während der eine den Schnee als weiches Bett und weiten Raum sieht, denkt der andere, der kein Dach über dem Kopf hat, dass er hier ein Wohnheim finden könnte. Dies verdeutlicht die verschiedenen Perspektiven und Bedürfnisse der Menschen in Bezug auf den Schnee. Die letzte Strophe des Gedichts beschreibt die Welt, die von Schnee bedeckt ist, als eine geschlossene und enge Umgebung. Die Bäume und Büsche stehen unbewegt und von Einsamkeit umgeben. Dies erzeugt ein Gefühl von Isolation und Einsamkeit, das mit der Schönheit des Schnees einhergeht.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
Fällt um dunkle Bäume weich der Schnee
Bildlichkeit
Breitet auf die Erde Pfühl um Pfühl
Kontrast
Fällt um dunkle Bäume weich der Schnee, Lange sacht, dann aufgewirbelt, jäh
Metapher
Hüllt den Tag in dämmerndes Gewühl
Vergleich
Ist wie zugehangen rings die Welt