Schlußergebniß
unknown»Sage, was ist am Ende der Bahn Als das Wahre, das Beste dir erschienen?« Nachdem verblichen so mancher Wahn, Das Leben durch Arbeit abverdienen.
»Traurig.« – Ich weiß nicht, mir ist dabei So heiter zu Muth wie in Jugendzeiten, Die Seele befindet sich hell und frei Im Dienste des Ganzen, im Meer, im weiten.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Schlußergebniß" von Friedrich Theodor Vischer handelt von der Erkenntnis, dass das wahre und beste am Ende des Lebens die Arbeit ist, die man geleistet hat. Nachdem viele Illusionen verblasst sind, bleibt die Erkenntnis, dass das Leben durch Arbeit verdient werden muss. Diese Erkenntnis wird jedoch nicht als traurig empfunden, sondern als heiter und frei, wie in der Jugendzeit. Die Seele befindet sich im Dienst des Ganzen, im Meer, im Weiten. Dies deutet darauf hin, dass die Arbeit nicht nur für das eigene Wohl, sondern für das Wohl der Gemeinschaft geleistet wird. Die Seele ist frei und hell, weil sie in diesem Dienst aufgeht und sich nicht mehr um sich selbst sorgt. Das Meer und das Weite symbolisieren die Unendlichkeit und die Verbundenheit mit allem. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine positive Botschaft über das Leben und die Arbeit. Es geht nicht darum, dass das Leben anstrengend und mühsam ist, sondern dass die Arbeit einen Sinn und eine Erfüllung gibt. Die Erkenntnis, dass man im Dienst des Ganzen steht, gibt der Seele Freiheit und Leichtigkeit.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Gegenüberstellung
- Traurig.“ – Ich weiß nicht, mir ist dabei So heiter zu Muth wie in Jugendzeiten
- Metapher
- Im Dienste des Ganzen, im Meer, im weiten
- Rhetorische Frage
- »Sage, was ist am Ende der Bahn Als das Wahre, das Beste dir erschienen?«