Schlimme Geschichte
1862Im Stall unser Schäfchen - bäht, Im Hof unser Hähnchen kräht, Und der Karo an der Kette Bellt mit Spitzen um die Wette
Auf′m Dach unser Kätzchen - maut, Und im Ententeich die Frösche, alle Frösche quaken laut: Kinder, denkt euch den Schreck: Unserm kleinen Wackelbein sein linker Schuh ist weg!
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Interpretation
Das Gedicht "Schlimme Geschichte" von Paula Dehmel erzählt von den Geräuschen, die in einem Bauernhof zu hören sind. Es beginnt mit dem Schaf, das im Stall bäht, gefolgt vom Hahn, der auf dem Hof kräht. Der Hund an der Kette bellt, und die Katze auf dem Dach miaut. Die Frösche im Ententeich quaken laut. Im zweiten Teil des Gedichts wird die eigentliche "schlimme Geschichte" enthüllt: Dem kleinen Wackelbein, vermutlich einem Kind, ist der linke Schuh abhandengekommen. Dieser Verlust sorgt für großen Schrecken bei den Tieren, die zuvor noch ihre gewohnten Laute von sich gegeben haben. Das Gedicht nutzt eine einfache, repetitive Struktur, um die Geräuschkulisse des Bauernhofs zu beschreiben. Die Reime und der kindliche Sprachstil machen es zu einem unterhaltsamen und leicht verständlichen Gedicht. Die Pointe am Ende, dass der Verlust eines Schuhs so viel Aufregung verursacht, verleiht dem Gedicht einen humorvollen Touch und macht es besonders für Kinder ansprechend.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Auf'm Dach unser Kätzchen - maut
- Onomatopoesie
- Im Stall unser Schäfchen - bäht, Im Hof unser Hähnchen kräht, Und der Karo an der Kette Bellt mit Spitzen um die Wette Auf'm Dach unser Kätzchen - maut, Und im Ententeich die Frösche, alle Frösche quaken laut
- Personifikation
- Kinder, denkt euch den Schreck