Schlegels Grabschrift

Heinrich Christian Boie

1744

Er starb der Genius vom tragischen Cothurne. Noch liegt Melpomene gebückt auf seiner Urne, Giebt ihren Lieblingen nur selten einen Blick Und denkt an Schlegeln stets zurück.

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Interpretation

Das Gedicht "Schlegels Grabschrift" von Heinrich Christian Boie thematisiert den Tod des Dichters August Wilhelm Schlegel und ehrt sein künstlerisches Vermächtnis. Der "tragische Cothurne" bezieht sich auf das Genre der Tragödie, in dem Schlegel als literarischer Genius herausragend war. Die Muse Melpomene, Göttin der Tragödie, wird symbolisch als trauernd und verneigt auf seiner Urne dargestellt. Die zweite Strophe verdeutlicht die tiefe Verbundenheit zwischen Schlegel und der Muse Melpomene. Sie wirft ihr nur selten einen Blick zu, was ihre Trauer und den Verlust ihres "Lieblings" ausdrückt. Der letzte Vers unterstreicht die andauernde Verehrung und Erinnerung an Schlegels Werk, indem er besagt, dass Melpomene stets an ihn zurückdenkt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Hommage an August Wilhelm Schlegels schriftstellerisches Talent und seinen Einfluss auf die deutsche Literatur. Es betont die Tragödie seines Todes und die anhaltende Verehrung seiner Werke durch die Muse Melpomene. Die Sprache ist bildhaft und emotional, was die tiefe Trauer und den Respekt für Schlegels Genie zum Ausdruck bringt.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
tragischen Cothurne
Anapher
Noch liegt Melpomene gebückt auf seiner Urne, Giebt ihren Lieblingen nur selten einen Blick
Enjambement
Er starb der Genius vom tragischen Cothurne. Noch liegt Melpomene gebückt auf seiner Urne,
Euphemismus
Er starb der Genius vom tragischen Cothurne
Hyperbel
Giebt ihren Lieblingen nur selten einen Blick
Metapher
Er starb der Genius vom tragischen Cothurne.
Personifikation
Noch liegt Melpomene gebückt auf seiner Urne
Synästhesie
Noch liegt Melpomene gebückt auf seiner Urne