Schlaf′ wohl du Himmelsknabe du
1786Schlaf′ wohl du Himmelsknabe du, Schlaf′ wohl du süßes Kind; Dich fächeln Engelein in Ruh, Mit sanftem Himmelswind.
Wir arme Hirten singen dir Ein herzlich Wiegenliedlein für, Schlafe, Himmelskindlein, Schlafe.
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Interpretation
Das Gedicht "Schlaf wohl du Himmelsknabe du" von Christian Friedrich Daniel Schubart ist ein sanftes Wiegenlied, das die friedliche Ruhe eines Kindes besingt. Es beginnt mit einer direkten Anrede an das Kind, das als "Himmelsknabe" bezeichnet wird, und wünscht ihm einen tiefen, erholsamen Schlaf. Die Verwendung des Begriffs "Himmelsknabe" verleiht dem Kind eine himmlische, fast göttliche Qualität, die den Leser sofort in eine Atmosphäre der Ehrfurcht und Zärtlichkeit versetzt. Im zweiten Vers wird das Kind als "süßes Kind" bezeichnet, was die Zuneigung und Liebe des Sprechers noch verstärkt. Die Erwähnung der "Engel" und des "sanften Himmelswindes" schafft eine traumhafte, schützende Umgebung um das Kind herum. Diese himmlischen Beschützer werden als sanfte, fürsorgliche Wesen dargestellt, die das Kind in einen tiefen, friedlichen Schlaf wiegen. Der letzte Vers führt die Hirten ein, die dem Kind ein "herzliches Wiegenlied" singen. Die Hirten symbolisieren hier die einfachen, bescheidenen Menschen, die ihre Ehrfurcht und Liebe in einer einfachen, aber herzlichen Weise zum Ausdruck bringen. Das wiederholte "Schlafe" am Ende des Gedichts unterstreicht den Wunsch nach ruhigem Schlaf und verleiht dem Gedicht eine beruhigende, repetitive Qualität, die an ein Wiegenlied erinnert.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Schlaf′ wohl du Himmelsknabe du, Schlaf′ wohl du süßes Kind; Dich fächeln Engelein in Ruh, Mit sanftem Himmelswind.
- Anapher
- Schlaf′ wohl du Himmelsknabe du, Schlaf′ wohl du süßes Kind;
- Apostrophe
- Schlaf′ wohl du Himmelsknabe du, Schlaf′ wohl du süßes Kind;
- Metapher
- Himmelsknabe, Himmelskind
- Personifikation
- Dich fächeln Engelein in Ruh, Mit sanftem Himmelswind.