Schlachtgesang
1725Auf, tapfre Brüder, auf in′s Feld! Gerecht ist unser Krieg; Uns führet Deutschlands größter Held: Uns folget Ehr′ und Sieg.
Ihr Feinde zittert! unser Heer Hat Kriegeskunst und Muth, Ist schneller mit dem Mordgewehr, Und hegt der Väter Blut.
Wir streiten noch den alten Streit: Ein Mann verjaget vier. Wir fragen nicht, wie stark ihr seyd; Wo steh′n sie, fragen wir.
Auf, Brüder, schlagt den stolzen Feind, So kehrt ihr früh zurück: Wer starb, wird dann mit Recht beweint, Wer lebt, hat Ruhm, und Glück.
Der Knabe wünscht sich seinen Stand, Das Mädchen blickt ihn an: “Der schützt als Krieger unser Land, Der schütz′ auch mich als Mann!”
Hört ihr der Stücke Donnerschlag, So grüßt ihn mit Gesang; Euch lohnet diesen einen Tag Der Friede lebenslang.
Die Kugel treffe, wer sich bückt Und scheu zurücke fährt! Und wer zur Flucht den Fuß nur rückt, Deß Nacken treff′ ein Schwert!
Nein! eh′ ich fliehe, stürz′ ich hin Mit Waffen in der Hand. Seyd Rächer, wenn ich treulos bin, Gott, König, Vaterland!
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Interpretation
Das Gedicht "Schlachtgesang" von Karl Wilhelm Ramler ist ein Aufruf zum Kampf und zur Tapferkeit. Es preist den Krieg als gerecht und ruft die Brüder auf, mutig in das Feld zu ziehen. Der Dichter betont, dass sie von Deutschlands größtem Helden geführt werden und dass Ehre und Sieg ihnen folgen werden. Das Gedicht vermittelt eine nationalistische und kämpferische Stimmung, die den Feind einschüchtern soll. Der zweite Teil des Gedichts beschreibt die Stärke und den Mut des deutschen Heeres. Es wird betont, dass sie über Kriegskunst und Mut verfügen und schneller mit dem Mordgewehr sind. Das Gedicht verherrlicht den alten Kampf und behauptet, dass ein Mann vier Feinde verjagen kann. Es wird keine Rücksicht auf die Stärke des Feindes genommen, sondern nur gefragt, wo sie stehen. Im letzten Teil des Gedichts wird der Sieg und die Belohnung für den Kampf betont. Es wird gesagt, dass diejenigen, die sterben, mit Recht beweint werden und diejenigen, die leben, Ruhm und Glück haben werden. Das Gedicht beschreibt auch die Bewunderung der Menschen für die Krieger, die das Land und die Frauen schützen. Es wird betont, dass der Donner der Waffen mit Gesang begrüßt werden soll und dass der Frieden das Leben lang belohnt wird. Das Gedicht endet mit einem Aufruf zur Rache, falls der Dichter treulos handeln sollte, und betont die Bedeutung von Gott, König und Vaterland.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Auf, tapfre Brüder, auf in's Feld!
- Bildsprache
- Hört ihr der Stücke Donnerschlag
- Imperativ
- Auf, Brüder, schlagt den stolzen Feind
- Personifikation
- Der Knabe wünscht sich seinen Stand
- Symbolik
- Der Friede lebenslang