Schlachtfeld
1915Schollenmürbe schläfert ein das Eisen Blute filzen Sickerflecke Roste krumen Fleische schleimen Saugen brünstet um Zerfallen. Mordesmorde Blinzen Kinderblicke.
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Interpretation
Das Gedicht "Schlachtfeld" von August Stramm ist ein expressionistisches Werk, das die Grausamkeit und Verwüstung des Krieges in einer fragmentarischen und verstörenden Sprache darstellt. Der Titel "Schlachtfeld" deutet bereits auf das Thema des Gedichts hin, das sich mit den Folgen einer Schlacht beschäftigt. Das Gedicht beginnt mit einer Reihe von Wörtern, die den Zustand des Schlachtfeldes beschreiben. "Schollenmürbe" und "schiebet ein das Eisen" deuten auf die Zertrümmerung und Zerstörung hin, die durch den Kampf verursacht wurden. Die "Blute filzen Sickerflecke" und das "Roste krumen" vermitteln den Eindruck von Blut und Rost, die das Schlachtfeld bedecken. Die "Fleische schleimen" und das "Saugen brünstet um Zerfallen" beschreiben den Verfall und die Verwesung der Leichen auf dem Schlachtfeld. Die zweite Strophe des Gedichts, "Mordesmorde / Blinzen / Kinderblicke", ist besonders verstörend. Die Wiederholung des Wortes "Mord" betont die Brutalität und Sinnlosigkeit des Krieges. Die "Kinderblicke" am Ende des Gedichts sind besonders erschütternd, da sie die Unschuld und Verletzlichkeit der Opfer des Krieges symbolisieren. Insgesamt vermittelt das Gedicht einen Eindruck von Chaos, Zerstörung und Verlust, der durch den Krieg verursacht wurde.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Mordesmorde
- Enjambement
- Schollenmürbe schläfert ein das Eisen Blute filzen Sickerflecke Roste krumen Fleische schleimen Saugen brünstet um Zerfallen. Mordesmorde Blinzen Kinderblicke.
- Kontrast
- Kinderblicke
- Metapher
- Schollenmürbe schläfert ein das Eisen
- Personifikation
- Schollenmürbe schläfert ein das Eisen
- Wortwiederholung
- Mordesmorde