Schattenküsse, Schattenliebe

Heinrich Heine

1797

Schattenküsse, Schattenliebe, Schattenleben, wunderbar! Glaubst du, Närrin, alles bliebe Unverändert, ewig wahr?

Was wir lieblich fest besessen, Schwindet hin, wie Träumerein, Und die Herzen, die vergessen, Und die Augen schlafen ein.

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Interpretation

Das Gedicht "Schattenküsse, Schattenliebe" von Heinrich Heine thematisiert die Vergänglichkeit der Liebe und des Lebens. Die ersten beiden Strophen beschreiben, wie alles, was wir lieben und festhalten, letztlich vergeht und wie die Herzen, die vergessen, und die Augen, die schlafen, Zeichen für das Ende einer Beziehung sind. Die dritte und vierte Strophe verdeutlichen, dass selbst die tiefsten Gefühle und die intensivsten Erlebnisse im Laufe der Zeit verblassen und vergessen werden. Der Sprecher scheint eine vergangene Liebe zu betrauern und gleichzeitig die Vergänglichkeit aller Dinge anzuerkennen. Die letzten beiden Strophen schließen das Gedicht mit der Erkenntnis, dass alles im Leben vergänglich ist und dass selbst die schönsten Momente und Gefühle letztendlich in Vergessenheit geraten. Der Titel "Schattenküsse, Schattenliebe" deutet darauf hin, dass die Liebe und das Leben selbst nur Schatten sind, die nicht von Dauer sind.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
Schattenküsse, Schattenliebe, Schattenleben
Anapher
Schattenküsse, Schattenliebe, Schattenleben
Hyperbel
Unverändert, ewig wahr
Metapher
Schattenküsse, Schattenliebe, Schattenleben
Personifikation
Und die Herzen, die vergessen, Und die Augen schlafen ein
Rhetorische Frage
Glaubst du, Närrin, alles bliebe Unverändert, ewig wahr?
Vergleich
Schwindet hin, wie Träumerein