Samenzeit
1916Samen warm in tiefer Luft. Zweier Odem durchschauernder Duft.
Schweigendes Sagen, Seligsein, Feuchtleuchtende Sterne Schauen drein.
Glückes Röte auf träumenden Wangen Über Nacht aufgegangen.
Schlummernde Seelen die Traum führen, Tauige Welten in sich spüren Besamte.
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Interpretation
Das Gedicht "Samenzeit" von Peter Hille ist eine lyrische Betrachtung der Natur und der menschlichen Seele. Es beginnt mit der Beschreibung einer warmen, tiefen Luft, die von einem duftenden Odem durchdrungen ist. Dies deutet auf eine Atmosphäre der Fruchtbarkeit und des Wachstums hin, in der Samen ihre Zeit haben. Die Zeilen "Schweigendes Sagen, Seligsein" lassen auf eine tiefe innere Ruhe und Zufriedenheit schließen, die in dieser Zeit herrscht. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Nacht thematisiert. Die Sterne leuchten feucht und schauen in die Welt, was auf eine feuchte, fruchtbare Nacht hindeutet. Die Zeile "Glückes Röte auf träumenden Wangen" lässt auf eine Art von Glück oder Freude schließen, die sich über Nacht eingestellt hat. Die schlummernden Seelen werden von Träumen geleitet, die sie die tauigen Welten in sich spüren lassen. Dies deutet auf eine tiefe Verbindung zur Natur und zu den eigenen inneren Welten hin. Das Gedicht endet mit dem Wort "Besamte", was auf eine Art von Befruchtung oder Besamung hindeutet. Dies könnte sowohl auf die Natur als auch auf die menschliche Seele bezogen sein. Die Besamung könnte als Symbol für Wachstum, Fruchtbarkeit und neues Leben stehen. Insgesamt ist das Gedicht eine poetische Betrachtung der Natur und der menschlichen Seele, die in einer Zeit der Fruchtbarkeit und des Wachstums vereint sind.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Tauige Welten in sich spüren
- Personifikation
- Zweier Odem durchschauernder Duft