Salome

Peter Hille

1854

Meines Blutes böser Reigen, Mordend, flehend. Sollst dich einem König zeigen - Mordend flehend.

Sollst umschlingen, Und umzwingen Dir ein Haupt, Schwer von strengem Haar umlaubt.

Dieses Haupt hat sterben müssen, Nun kann meine Inbrunst küssen Hassend heute, morgen klagend, Drohend es im Herzen tragend.

Meines Blutes böser Reigen, Mordend, flehend…

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Illustration zu Salome

Interpretation

Das Gedicht "Salome" von Peter Hille ist ein intensives und düsteres Werk, das die Geschichte der biblischen Figur Salome aufgreift. Es beschreibt den blutigen Reigen, der aus Mord und Flehen besteht, und den Wunsch, sich einem König zu zeigen. Der Reigen wird als eine Art Tanz interpretiert, der sowohl tötet als auch fleht. Der zweite Teil des Gedichts beschreibt, wie Salome einen Kopf umfängt und umklammert, der von strengem Haar umgeben ist. Dieser Kopf hat sterben müssen, und Salome kann nun ihre Inbrunst küssen. Sie hasst und klagt, trägt den Kopf aber auch im Herzen. Das Gedicht endet mit einer Wiederholung des ersten Verses, was die zyklische Natur des Geschehens betont. Die Wiederholung unterstreicht auch die unerbittliche Natur von Salomes Wunsch und die Unausweichlichkeit des Todes. Insgesamt ist "Salome" ein Gedicht, das die dunklen Seiten der menschlichen Natur aufzeigt. Es zeigt die zerstörerische Kraft von Begehren und Hass und die Unausweichlichkeit des Todes.

Schlüsselwörter

mordend flehend blutes böser reigen sollst haupt könig

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Mordend, flehend
Anapher
Mordend, flehend... Mordend flehend
Kontrast
Hassend heute, morgen klagend
Metapher
Meines Blutes böser Reigen
Personifikation
Meines Blutes böser Reigen