Salas y Gomez
18381
Salas y Gomez raget aus den Fluten Des stillen Meers, ein Felsen kahl und bloß, Verbrannt von scheitelrechter Sonne Gluten, Ein Steingestell ohn alles Gras und Moos, Das sich das Volk der Vögel auserkor Zur Ruhstatt im bewegten Meeresschoß. So stieg vor unsern Blicken sie empor, Als auf dem “Rurik”: “Land im Westen! Land!” Der Ruf vom Mastkorb drang zu unserm Ohr. Als uns die Klippe nah vor Augen stand, Gewahrten wir der Meeresvögel Scharen Und ihre Brüteplätze längs dem Strand. Da frischer Nahrung wir bedürftig waren, So ward beschlossen den Versuch zu wagen, In zweien Booten an das Land zu fahren. Es ward dabei zu sein mir angetragen. Das Schrecknis, das der Ort mir offenbart, Ich werd es jetzt mit schlichten Worten sagen. Wir legten bei, bestiegen wohlbewahrt Die ausgesetzten Boote, stießen ab, Und längs der Brandung rudernd ging die Fahrt. Wo unterm Wind das Ufer Schutz uns gab, Ward angelegt bei einer Felsengruppe, Wir setzten auf das Trockne unsern Stab. Und eine rechts, und links die andre Truppe, Verteilten sich den Strand entlang die Mannen, Ich aber stieg hinan die Felsenkuppe. Vor meinen Füßen wichen kaum von dannen Die Vögel, welche die Gefahr nicht kannten, Und mit gestreckten Hälsen sich besannen. Der Gipfel war erreicht, die Sohlen brannten Mir auf dem heißen Schieferstein, indessen Die Blicke den Gesichtskreis rings umspannten. Und wie die Wüstenei sie erst ermessen, Und wieder erdwärts sich gesenket haben, Läßt eines alles andre mich vergessen. Es hat die Hand des Menschen eingegraben Das Siegel seines Geistes in den Stein, Worauf ich steh, - Schriftzeichen sind’s, Buchstaben. Der Kreuze fünfmal zehn in gleichen Reihn, Es will mich dünken, daß sie lang bestehen, Doch muß die flücht’ge Schrift hier jünger sein. Und nicht zu lesen! - deutlich noch zu sehen Der Tritte Spur, die sie verlöschet fast; Es scheint ein Pfad darüber hin zu gehen. Und dort am Abhang war ein Ort der Rast, Dort nahm er Nahrung ein, dort Eierschalen! Wer war, wer ist der grausen Wildnis Gast? Und spähend, lauschend schritt ich auf dem kahlen Gesims einher zum andern Felsenhaupte, Das zugewendet liegt den Morgenstrahlen. Und wie ich, der ich ganz mich einsam glaubte, Erklomm die letzte von den Schieferstiegen, Die mir die Ansicht von dem Abhang raubte; Da sah ich einen Greisen vor mir liegen, Wohl hundert Jahre, mocht ich schätzen, alt, Des Züge, schien es, wie im Tode schwiegen. Nackt, langgestreckt die riesige Gestalt, Von Bart und Haupthaar abwärts zu den Lenden Den hagern Leib mit Silberglanz umwallt. Das Haupt getragen von des Felsen Wänden, Im starren Antlitz Ruh, die breite Brust Bedeckt mit übers Kreuz gelegten Händen. Und wie entsetzt, mit schauerlicher Lust Ich unverwandt das große Bild betrachte, Entflossen mir die Tränen unbewußt. Als endlich, wie aus Starrkrampf, ich erwachte, Entbot ich zu der Stelle die Gefährten, Die bald mein lauter Ruf zusammen brachte. Sie lärmend herwärts ihre Schritte kehrten, Und stellten, bald verstummend, sich zum Kreis, Die fromm die Feier solchen Anblicks ehrten. Und seht, noch reget sich, noch atmet leis, Noch schlägt die müden Augen auf und hebt Das Haupt empor der wundersame Greis. Er schaut uns zweifelnd, staunend an, bestrebt Sich noch zu sprechen mit erstorbnem Munde, - Umsonst! er sinkt zurück, er hat gelebt. Es sprach der Arzt, bemühnd in dieser Stunde Sich um den Leichnam noch: “Es ist vorbei.” Wir aber standen betend in der Runde. Es lagen da der Schiefertafeln drei Mit eingeritzter Schrift; mir ward zu Teile Der Nachlaß von dem Sohn der Wüstenei. Und wie ich bei den Schriften mich verweile, Die rein in span’scher Zunge sind geschrieben, Gebot ein Schuß vom Schiffe her uns Eile. Ein zweiter Schuß und bald ein dritter trieben Von dannen uns mit Hast zu unsern Booten; Wie dort er lag, ist liegen er geblieben. Es dient der Stein, worauf er litt, dem Toten Zur Ruhestätte wie zum Monumente, Und Friede sei dir, Schmerzenssohn, entboten! Die Hülle gibst du hin dem Elemente, Allnächtlich strahlend über dir entzünden Des Kreuzes Sterne sich am Firmamente, Und, was du littest, wird dein Lied verkünden.
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Die erste Schiefertafel
Mir war von Freud und Stolz die Brust geschwellt, Ich sah bereits im Geiste hoch vor mir Gehäuft die Schätze der gesamten Welt. Der Edelsteine Licht, der Perlen Zier, Und der Gewänder Indiens reichste Pracht, Die legt ich alle nur zu Füßen ihr. Das Gold, den Mammon, diese Erdenmacht, An welcher sich das Alter liebt zu sonnen, Ich hatt’s dem grauen Vater dargebracht. Und selber hatt ich Ruhe mir gewonnen, Gekühlt der tatendurst’gen Jugend Glut, Und war geduldig worden und besonnen. Sie schalt nicht fürder mein zu rasches Blut; Ich wärmte mich an ihres Herzens Schlägen, Von ihren weichen Armen sanft umruht. Es sprach der Vater über uns den Segen, Ich fand den Himmel in des Hauses Schranken, Und fühlte keinen Wunsch sich fürder regen. So wehten töricht vorwärts die Gedanken; Ich aber lag auf dem Verdeck zu Nacht, Und sah die Sterne durch das Tauwerk schwanken. Ich ward vom Wind mit Kühlung angefacht, Der so die Segel spannte, daß wir kaum Den flücht’gen Weg je schnellern Laufs gemacht. Da schreckte mich ein Stoß aus meinem Traum Erdröhnend durch das schwache Bretterhaus; Ein Wehruf hallte aus dem untern Raum. Ein zweiter Stoß, ein dritter; krachend aus Den Fugen riß das Plankenwerk, die Welle Schlug schäumend ein und endete den Graus. Verlorner Schwimmer in der Brandung Schwelle, Noch rang ich jugendkräftig mit den Wogen, Und sah noch über mir die Sternenhelle. Da fühlt ich in den Abgrund mich gezogen, Und wieder aufwärts fühlt ich mich gehoben, Und schaute einmal noch des Himmels Bogen. Dann brach die Kraft in der Gewässer Toben, Ich übergab dem Tod mich in der Tiefe, Und sagte Lebewohl dem Tag dort oben. Da schien mir, daß in tiefem Schlaf ich schliefe, Und sei mir aufzuwachen nicht verliehen, Obgleich die Stimme mir’s im Innern riefe. Ich rang mich solchem Schlafe zu entziehen, Und ich besann mich, schaut umher, und fand, Es habe hier das Meer mich ausgespieen. Und wie vom Todesschlaf ich auferstand, Bemüht ich mich die Höhe zu ersteigen, Um zu erkunden dies mein Rettungsland. Da wollten Meer und Himmel nur sich zeigen, Die diesen einsam nackten Stein umwanden, Dem nackt und einsam selbst ich fiel zu eigen. Wo dort mit voller Wut die Wellen branden, Auf fernem Riffe war das Wrack zu sehen, Wo selbst es lange Jahre noch gestanden. Mir unerreichbar! - und des Windes Wehen, Der Strom, entführen seewärts weiter fort Des Schiffbruchs Trümmer, welcher dort geschehen. Ich aber dachte: nicht an solchem Ort Wirst lange die Gefährten du beneiden, Die früher ihr Geschick ereilte dort. Nicht also, - mich, es will nur mich vermeiden! Der Vögel Eier reichen hin allein Mein Leben zu verlängern und mein Leiden. Selbander leb ich so mit meiner Pein, Und kratze mit den scharfen Muschelscherben Auf diesen mehr als ich geduld’gen Stein: “Ich bin noch ohne Hoffnung bald zu sterben.”
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Die andere Schiefertafel
Ich saß vor Sonnenaufgang an dem Strande, Das Sternenkreuz verkündete den Tag Sich neigend zu des Horizontes Rande. Und noch gehüllt in tiefes Dunkel lag Vor mir der Osten, leuchtend nur entrollte Zu meinen Füßen sich der Wellenschlag. Mir war, als ob die Nacht nicht enden wollte; Mein starrer Blick lag auf des Meeres Saum, Wo bald die Sonne sich erheben sollte. Die Vögel auf den Nestern, wie im Traum, Erhoben ihre Stimmen, blaß und blasser Erlosch der Schimmer in der Brandung Schaum, Es sonderte die Luft sich von dem Wasser, In tiefem Blau verschwand der Sterne Chor; Ich kniet in Andacht und mein Aug ward nasser. Nun trat die Pracht der Sonne selbst hervor, Die Freude noch in wunde Herzen senkt; Ich richtete zu ihr den Blick empor. Ein Schiff! ein Schiff! mit vollen Segeln lenkt Es herwärts seinen Lauf, mit vollem Winde; Noch lebt ein Gott, der meines Elends denkt! O Gott der Liebe, ja du strafst gelinde, Kaum hab ich dir gebeichtet meine Reu, Erbarmen übst du schon an deinem Kinde. Du öffnest mir das Grab und führst auf’s neu Zu Menschen mich, sie an mein Herz zu drücken, Zu leben und zu lieben warm und treu. Und oben von der Klippe höchstem Rücken, Betrachtend scharf das Fahrzeug, ward ich bleich, Noch mußte mir bemerkt zu werden glücken. Es wuchs das hergetragne Schiff, zugleich Die Angst in meinem Busen namenlos; Es galt des Fernrohrs möglichen Bereich. Nicht Rauch! nicht Flaggentuch! so bar und bloß, Die Arme nur vermögend auszubreiten! Du kennst, barmherz’ger Gott, du fühlst mein Los! Und ruhig sah ich her das Fahrzeug gleiten Mit windgeschwellten Segeln auf den Wogen, Und schwinden zwischen ihm und mir die Weiten. Und jetzt -! es hat mein Ohr mich nicht betrogen, Des Meisters Pfeife war’s, vom Wind getragen, Die wohl ich gier’gen Durstes eingesogen. Wie wirst du erst, den seit so langen Tagen Entbehrt ich habe, wonnereicher Laut Der Menschenred, ans alte Herz mir schlagen! Sie haben mich, die Klippe doch erschaut, Sie rücken an die Segel, im Begriff Den Lauf zu ändern. - Gott, dem ich vertraut! Nach Süden -? wohl! sie müssen ja das Riff Umfahren, fern sich halten von der Brandung. O gleite sicher, hoffnungschweres Schiff! Jetzt wär es an der Zeit! o meine Ahndung! Blickt her! blickt her! legt bei! setzt aus das Boot! Dort unterm Winde, dort versucht die Landung! Und ruhig vorwärts strebend ward das Boot Nicht ausgesetzt, nicht ließ es ab zu gleiten, Es wußt gefühllos nichts von meiner Not. Und ruhig sah ich hin das Fahrzeug gleiten Mit windgeschwellten Segeln auf den Wogen, Und wachsen zwischen ihm und mir die Weiten. Und als es meinem Blicke sich entzogen, Der’s noch im leeren Blau vergebens sucht, Und ich verhöhnt mich wußte und belogen; Da hab ich meinem Gott und mir geflucht, Und an den Felsen meine Stirne schlagend, Gewütet sinnverwirret und verrucht. Drei Tag und Nächte lag ich so verzagend, Wie einer, den der Wahnsinn hat gebunden, Im grimmen Zorn am eignen Herzen nagend; Und hab am dritten Tränen erst gefunden, Und endlich es vermocht, mich aufzuraffen, Vom allgewalt’gen Hunger überwunden, Um meinem Leibe Nahrung zu verschaffen.
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Die letzte Schiefertafel
Geduld! Die Sonne steigt im Osten auf, Sie sinkt im Westen zu des Meeres Plan, Sie hat vollendet eines Tages Lauf. Geduld! Nach Süden wirft auf ihrer Bahn Sie jetzt, bald wieder senkrecht meinen Schatten, Ein Jahr ist um, es fängt ein andres an. Geduld! Die Jahre ziehen ohn Ermatten, Nur grub für sie kein Kreuz mehr deine Hand, Seit ihrer funfzig sich gereihet hatten. Geduld! Du harrest stumm am Meeresrand, Und blickest starr in öde blaue Ferne, Und lauschst dem Wellenschlag am Felsenstrand. Geduld! Laß kreisen Sonne, Mond und Sterne, Und Regenschauer mit der Sonnenglut Abwechseln über dir; Geduld erlerne! Ein Leichtes ist’s, der Elemente Wut Im hellen Tagesscheine zu ertragen, Bei regem Augenlicht und wachem Mut. Allein der Schlaf, darin uns Träume plagen, Und mehr die schlaflos lange bange Nacht, Darin sie aus dem Hirn hinaus sich wagen! Sie halten grausig neben uns die Wacht Und reden Worte, welche Wahnsinn locken; - Hinweg! hinweg! wer gab euch solche Macht? Was schüttelst du im Winde deine Locken? Ich kenne dich, du rascher wilder Knabe, Ich seh dich an und meine Pulse stocken. Du bist ich selbst, wie ich gestrebet habe In meiner Hoffnung Wahn vor grauen Jahren, Ich bin du selbst, das Bild auf deinem Grabe. Was sprichst du noch vom Schönen, Guten, Wahren, Von Lieb und Haß, von Tatendurst? du Tor! Sieh her, ich bin, was deine Träume waren. Und führest wiederum mir diese vor? Laß ab, o Weib, ich habe längst verzichtet, Du hauchst aus Aschen noch die Glut empor! Nicht so den süßen Blick auf mich gerichtet! Das Licht der Augen und der Stimme Laut, Es hat der Tod ja alles schon vernichtet. Aus deinem hohlen morschen Schädel schaut Kein solcher Himmel mehr voll Seligkeit; Versunken ist die Welt, der ich vertraut. Ich habe nur die allgewalt’ge Zeit Auf diesem öden Felsen überragt In grausenhafter Abgeschiedenheit. Was, Bilder ihr des Lebens, widersagt Ihr dem, der schon den Toten angehöret? Zerfließet in das Nichts zurück, es tagt! Steig auf, o Sonne, deren Schein beschwöret Zur Ruh den Aufruhr dieser Nachtgenossen, Und ende du den Kampf, der mich zerstöret. Sie bricht hervor, und jene sind zerflossen. - Ich bin mit mir allein und halte wieder Die Kinder meines Hirns in mir verschlossen. O tragt noch heut, ihr altersstarren Glieder, Mich dort hinunter, wo die Nester liegen; Ich lege bald zur letzten Rast euch nieder. Verwehrt ihr, meinem Willen euch zu schmiegen, Wo machtlos innre Qualen sich erprobt, Wird endlich, endlich doch der Hunger siegen. Es hat der Sturm im Herzen ausgetobt, Und hier, wo ich gelitten und gerungen, Hier hab ich auszuatmen auch gelobt. Laß, Herr, durch den ich selber mich bezwungen, Nicht Schiff und Menschen diesen Stein erreichen, Bevor mein letzter Klagelaut verklungen. Laß klanglos mich und friedsam hier erbleichen; Was frommte mir annoch in später Stunde, Zu wandeln, eine Leiche über Leichen? Sie schlummern in der Erde kühlem Grunde, Die meinen Eintritt in die Welt begrüßt, Und längst verschollen ist von mir die Kunde. Ich habe, Herr, gelitten und gebüßt, - Doch fremd zu wallen in der Heimat - nein! Durch Wermut wird das Bittre nicht versüßt. Laß weltverlassen sterben mich allein, Und nur auf deine Gnade noch vertrauen; Von deinem Himmel wird auf mein Gebein Das Sternbild deines Kreuzes niederschauen.
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Interpretation
Das Gedicht "Salas y Gomez" von Adelbert von Chamisso erzählt die tragische Geschichte eines Schiffbrüchigen, der auf einer einsamen Felsinsel im Pazifik strandet. Es ist in vier Teile gegliedert, wobei jeder Teil auf einer Schiefertafel geschrieben ist, die der Greis auf der Insel hinterlassen hat. Der erste Teil schildert die Entdeckung der Insel und die Begegnung mit dem Greis. Die Mannschaft des Schiffes "Rurik" entdeckt die karge, unbewohnte Insel Salas y Gomez. Sie beschließen, an Land zu gehen, um nach Nahrung zu suchen. Auf der Insel finden sie den Greis, der schon seit Jahrzehnten dort lebt. Er ist nackt, von langem weißem Bart und Haar umgeben und scheint dem Tod nahe zu sein. Die Mannschaft versucht, mit ihm zu sprechen, aber er kann nur noch schwach murmeln, bevor er stirbt. Sie finden drei Schiefertafeln mit seiner Lebensgeschichte. Die ersten beiden Tafeln erzählen von der Vergangenheit des Greises. Er war ein reicher und glücklicher Mann mit einer geliebten Frau und einem Vater. Doch eines Nachts kentert sein Schiff und er ist der einzige Überlebende. Er wird von den Wellen an die einsame Insel gespült und muss fortan dort in völliger Isolation leben. Die Tafeln beschreiben seine Verzweiflung, Einsamkeit und Sehnsucht nach Rettung. Einmal sieht er ein vorbeifahrendes Schiff, aber es bemerkt ihn nicht und segelt weiter. Dies stürzt ihn in tiefe Depression. Die letzte Tafel berichtet von den Jahrzehnten danach. Der Greis hat gelernt, mit seiner Situation zu leben und findet einen gewissen Frieden. Er beobachtet den Lauf der Sonne und Sterne und versucht, geduldig zu sein. Doch die Nächte sind schwer für ihn, da seine Erinnerungen und Ängste ihn quälen. Er imaginiert seine Vergangenheit und seine verstorbenen Liebsten. Schließlich akzeptiert er sein Schicksal und wünscht sich, allein auf der Insel zu sterben, ohne von der Außenwelt entdeckt zu werden. Er möchte in Frieden ruhen und hofft, dass das Sternbild des Kreuzes auf sein Grab scheint. Das Gedicht thematisiert die menschliche Existenz in absoluter Isolation und die Suche nach Sinn und Akzeptanz angesichts von Hoffnungslosigkeit. Der Greis durchlebt verschiedene Stadien von Verzweiflung, Wut, Depression und schließlich Resignation. Seine Lebensgeschichte auf den Tafeln ist ein ergreifendes Zeugnis der menschlichen Fähigkeit, unter extremen Bedingungen zu überleben, aber auch der tiefen Sehnsucht nach menschlicher Wärme und Geborgenheit. Chamisso nutzt die einsame Insel als Metapher für die menschliche Existenz und die Suche nach einem Ort der Ruhe und des Friedens.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Ein Felsen kahl und bloß
- Enjambement
- Und eine rechts, und links die andre Truppe
- Hyperbel
- Wohl hundert Jahre, mocht ich schätzen, alt
- Ironie
- Geduld! Die Sonne steigt im Osten auf
- Metapher
- Salas y Gomez raget aus den Fluten
- Personifikation
- Die Sonne steigt im Osten auf, Sie sinkt im Westen
- Stilmittel
- Textstelle
- Symbolik
- Das Sternbild deines Kreuzes
- Synästhesie
- Es hat die Hand des Menschen eingegraben