Rosen
1899Es drängt mein Selbst, das blütenlose, Voll Sehnsucht ewig nach der Rose, Die schlank in blonde Lüfte taucht, Und tiefe, süsse Freude haucht!
Ich wollt′ an ihrem Kelche singen, Von Brisen, Thau und Schmetterlingen; Und all das weite, bange Leben Sollt′ mich ein Rosenduft umschweben …
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Interpretation
Das Gedicht "Rosen" von Lisa Baumfeld handelt von der Sehnsucht des lyrischen Ichs nach einer idealisierten, blühenden Rose. Das "blütenlose" Selbst sehnt sich nach der Schönheit und dem Duft der Rose, die in die "blonde Lüfte" taucht und "tiefe, süsse Freude" verströmt. Die Rose symbolisiert hier ein vollkommenes, erfülltes Leben, nach dem sich das Ich sehnt. Das lyrische Ich wünscht sich, an dem Kelch der Rose zu singen und von den kleinen Freuden des Lebens wie Brisen, Tau und Schmetterlingen zu erzählen. Die Rose soll das Ich umgeben und ihm ein Gefühl von Weite und Geborgenheit vermitteln. Der "bange" oder ängstliche Aspekt des Lebens soll durch den Duft der Rose gemildert werden. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine tiefe Sehnsucht nach Schönheit, Erfüllung und einem Leben voller kleiner Freuden. Die Rose steht als Symbol für ein ideales, perfektes Leben, das das Ich anstrebt. Das Gedicht thematisiert die menschliche Sehnsucht nach einem Leben voller Schönheit, Liebe und Glück.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- von Brisen, Thau und Schmetterlingen
- Bildsprache
- Und all das weite, bange Leben
- Hyperbel
- Voll Sehnsucht ewig nach der Rose
- Metapher
- Sollt′ mich ein Rosenduft umschweben
- Personifikation
- Die schlank in blonde Lüfte taucht
- Symbolik
- Und tiefe, süsse Freude haucht