Romanze
1808I hab an Hexenschuß, Weil i ′n halt habn muß, Sonst hätt i ′n ned. Wenn i die Hex nur wißt, Die allweil auf mi schißt, I brachts ins Gred.
Bal i mi niedersitz, Gibts an Stich, wie a Blitz Fahr i in d′ Höh! Wenn i mi bucken will, Herrgott, is das a Gfühl, Ah, dös tut weh!
′s is rein zum Teufel holn, ′s is, als wär alls verschwolln Hinten im Kreuz! D′ Hex hätt koa Mitleid ned, Wenns mi abreißn ted - Na, sagts, mi freuts! u.s.f.
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Interpretation
Das Gedicht "Romanze" von Franz Carl Spitzweg handelt von den körperlichen Beschwerden des lyrischen Ichs, das unter einem Hexenschuss leidet. Die Klage über diesen Schmerz zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Gedicht. Der Sprecher beklagt sich darüber, dass er den Hexenschuss ertragen muss und sich wünscht, die Hex zu finden, die ihn verursacht hat, um sie zur Rechenschaft zu ziehen. Die zweite Strophe beschreibt die akuten Schmerzen, die das lyrische Ich bei jeder Bewegung verspürt. Schon das Hinsetzen verursacht einen stechenden Schmerz, der wie ein Blitz durch den Körper schießt. Das Bücken wird als unerträgliches Gefühl beschrieben, das große Schmerzen bereitet. Die dritte Strophe verstärkt die Klage über den Hexenschuss. Der Sprecher findet die Situation so schlimm, dass er den Teufel holen möchte. Er beschreibt ein Gefühl der Schwellung im Kreuzbereich und beklagt das fehlende Mitleid der Hex. Das lyrische Ich würde sogar zulassen, dass man ihm den Körper abschneidet, wenn es die Hex nur loswerden könnte. Insgesamt vermittelt das Gedicht einen Eindruck von der quälenden Natur des Hexenschusses und der Verzweiflung des Betroffenen. Die humorvolle und ironische Sprache Spitzwegs verleiht dem Gedicht eine gewisse Leichtigkeit, trotz des ernsten Themas.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- I hab an Hexenschuß
- Hyperbel
- s is rein zum Teufel holn
- Ironie
- Na, sagts, mi freuts
- Metapher
- Hexenschuß
- Personifikation
- Hex allweil auf mi schißt