Robert Guiskard, Herzog der Normänner

Heinrich von Kleist

1808

Nein, das nenn ich zu arg! Kaum weicht mit der Tollwut die eine Weg vom Gerüst, so erscheint der gar mit Beulen der Pest.

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Illustration zu Robert Guiskard, Herzog der Normänner

Interpretation

Das Gedicht "Robert Guiskard, Herzog der Normänner" von Heinrich von Kleist beschreibt eine Szene, in der zwei Krankheiten, Tollwut und Pest, abwechselnd auf einer Anhöhe oder einem Gerüst erscheinen. Es beginnt mit einem Ausruf des Erzählers, der die Situation als "zu arg" empfindet. Die Tollwut tritt zunächst auf, verschwindet dann, um von der Pest abgelöst zu werden, die mit Beulen auftritt. Dies könnte als Metapher für die ständige Bedrohung und das Wechselspiel von Katastrophen und Leiden im Leben interpretiert werden. Die Verwendung von "Gerüst" könnte auf eine Bühne oder einen erhöhten Ort hindeuten, an dem diese Krankheiten als Schauspieler oder Symbole auftreten. Die Tollwut und die Pest könnten als Allegorien für verschiedene Formen des menschlichen Leids oder gesellschaftlicher Probleme stehen, die sich ständig abwechseln und das Leben der Menschen beeinflussen. Die abrupte Abfolge und das Fehlen einer Lösung oder eines Endes lassen eine Atmosphäre der Unausweichlichkeit und des ewigen Kreislaufs von Leid entstehen. Die Kürze und die Dichte des Gedichts verstärken die Intensität des Ausdrucks. Die Reime und der Rhythmus tragen zur musikalischen Qualität bei, die den dramatischen Charakter der Szene unterstreicht. Insgesamt vermittelt das Gedicht ein Gefühl der Hilflosigkeit gegenüber den Kräften des Schicksals und der Natur, die den Menschen in einem ständigen Wechsel von Plagen ausgesetzt sehen.

Schlüsselwörter

nenn arg kaum weicht tollwut weg gerüst erscheint

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Stilmittel

Hyperbel
Kaum weicht mit der Tollwut die eine
Personifikation
Weg vom Gerüst, so erscheint der gar mit Beulen der Pest