Ritt zum Tajo
1909Kann Sennora mit uns reiten? Sprach der Treiber früh, Wo wir Abends überschreiten, Wohnt am Tajo sie.
Auf das Maulthier schwangen Beide Leicht die schönste Frau, Kahl und brandig war die Haide, Doch der Himmel blau.
Weiter ging die lange Reise Fort den ganzen Tag, Schweigsam war ich, bis ich leise Abends zu ihr sprach:
“War′ im Lande ich geboren, Das der Tajo trankt, Hätt′ ich Euer Herz beschworen, Bis Ihr mir′s geschenkt.”
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Interpretation
Das Gedicht "Ritt zum Tajo" von Martin Greif erzählt von einer Reise zu einem Fluss, dem Tajo. Ein Treiber fragt am Anfang, ob Sennora, vermutlich eine schöne Frau, mit ihnen reiten kann. Die Reise führt durch eine kahle und brandige Haide, aber der Himmel ist blau. Der Erzähler ist während der langen Reise schweigsam, bis er am Abend leise zu der Frau spricht. In der Interpretation wird deutlich, dass der Erzähler eine tiefe Sehnsucht nach dem Land empfindet, in dem der Tajo fließt. Er drückt aus, dass er, wäre er in diesem Land geboren, ihr Herz bis zum Schenken beschworen hätte. Dies zeigt eine starke emotionale Verbindung zum Land und zur Frau, die mit ihnen reitet. Das Gedicht vermittelt eine romantische und melancholische Stimmung, die durch die Beschreibung der Landschaft und die inneren Gefühle des Erzählers entsteht. Die Reise zum Tajo symbolisiert eine Suche nach Zugehörigkeit und Liebe, die durch die Anwesenheit der schönen Frau noch intensiver wird.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bedingung
- Hätt′ ich Euer Herz beschworen, Bis Ihr mir′s geschenkt.
- Bildsprache
- Kahl und brandig war die Haide, Doch der Himmel blau.
- Enjambement
- Schweigsam war ich, bis ich leise Abends zu ihr sprach:
- Frage
- Kann Sennora mit uns reiten?
- Hypothetische Frage
- War′ im Lande ich geboren, Das der Tajo trankt,
- Kontrast
- Kahl und brandig war die Haide, Doch der Himmel blau.
- Personifikation
- Wo wir Abends überschreiten, Wohnt am Tajo sie.
- Wiederholung
- Weiter ging die lange Reise Fort den ganzen Tag