Ritt im Mondschein

Achim von Arnim

unknown

Herz zum Herzen ist nicht weit Unter lichten Sternen, Und das Aug, von Tau geweiht Blickt zu lieben Fernen; Unterm Hufschlag klingt die Welt, Und die Himmel schweigen, Zwischen beiden mir gesellt Will der Mond sich zeigen.

Zeigt sich heut in roter Glut An dem Erdenrande, Gleich als ob mit heißem Blut Er auf Erden lande. Doch nun flieht er scheu empor, Glänzt in reinem Lichte, Und ich scheue mich auch vor Seinem Angesichte.

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Illustration zu Ritt im Mondschein

Interpretation

Das Gedicht "Ritt im Mondschein" von Achim von Arnim schildert eine nächtliche Reiterfahrt unter dem Einfluss des Mondes und der Sterne. Die Stimmung ist romantisch und mystisch, wobei die Natur und die Himmelskörper eine zentrale Rolle spielen. Die Nähe des Herzens zum Herzen und der Blick des Auges zu den liebenden Fernen symbolisieren eine tiefe emotionale Verbindung und Sehnsucht. Die Beschreibung des Mondes, der zunächst in roter Glut erscheint und dann in reines Licht flieht, spiegelt die wechselnden Emotionen des lyrischen Ichs wider. Die rote Glut könnte Leidenschaft oder eine intensive, fast überwältigende Emotion darstellen, während das reine Licht eine klare, vielleicht distanziertere Wahrnehmung suggeriert. Das Ich selbst scheut sich vor dem Angesicht des Mondes, was auf eine gewisse Furcht oder Unsicherheit gegenüber den eigenen Gefühlen oder der Intensität der Situation hindeuten könnte. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Atmosphäre der stillen Beobachtung und des inneren Nachdenkens, in der die äußere Natur die inneren Empfindungen des lyrischen Ichs widerspiegelt und verstärkt. Die Reise unter dem Mondschein wird zu einer Metapher für die Erkundung der eigenen Seele und der Beziehung zu einem anderen Menschen.

Schlüsselwörter

herz herzen weit lichten sternen aug tau geweiht

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
[Herz zum Herzen Unter lichten Und das Aug von Tau Unterm Hufschlag Und die Himmel Zwischen beiden mir gesellt Will der Mond sich zeigen sich heut in roter Gleich als ob mit heißem Er auf Erden Doch nun scheu empor Glänzt in reinem Lichte Und ich scheue mich auch Seinem Angesichte]
Bildsprache
[Unter lichten Sternen Von Tau geweiht Blickt zu lieben Fernen Unterm Hufschlag klingt die Welt Zeigt sich heut in roter Glut An dem Erdenrande Gleich als ob mit heißem Blut Er auf Erden lande Doch nun flieht er scheu empor Glänzt in reinem Lichte]
Metapher
[Herz zum Herzen ist nicht weit Und das Aug, von Tau geweiht Unterm Hufschlag klingt die Welt Und die Himmel schweigen Zeigt sich heut in roter Glut An dem Erdenrande Gleich als ob mit heißem Blut Er auf Erden lande Doch nun flieht er scheu empor Glänzt in reinem Lichte Und ich scheue mich auch vor Seinem Angesichte]
Personifikation
[Und die Himmel schweigen Zwischen beiden mir gesellt Will der Mond sich zeigen Doch nun flieht er scheu empor Und ich scheue mich auch vor Seinem Angesichte]