Rings um uns
1871Hier der Vogel, dort der Baum - Wie wir neben ihnen leben! Wohl, verstehn′ uns selber kaum, Doch was mag sich dort begeben! Wie viel Leben uns umflutet, Unaufhörlich, ausgegossen! Wie viel Seele, nur vermutet, Nur gefühlt, doch nie erschlossen!
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Rings um uns" von Christian Morgenstern beschreibt die Fülle des Lebens und der Seele, die uns umgibt, aber oft unbemerkt bleibt. Der Sprecher beobachtet einen Vogel und einen Baum und fragt sich, wie viel Leben und Seele sich in ihnen verbirgt. Er gesteht, dass wir uns selbst oft nicht verstehen, geschweige denn die Welt um uns herum. Die Natur ist voller Leben und Seele, die wir nur ahnen und fühlen können, aber nie vollständig erfassen. Der Sprecher ist fasziniert von der unendlichen Fülle des Lebens, die uns unaufhörlich umflutet. Er spricht von einer "ausgegossenen" Fülle, die uns umgibt und die wir oft übersehen. Die Natur ist voller Seele, die wir nur vermuten und fühlen können, aber nie vollständig ergründen. Das Gedicht lädt uns ein, die Welt um uns herum bewusster wahrzunehmen und die Schönheit und Tiefe der Natur zu erkennen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine tiefe Ehrfurcht vor der Natur und dem Leben. Es ermutigt uns, die Welt um uns herum mit offenen Augen und Herzen zu betrachten und die Fülle des Lebens zu erkennen, die uns umgibt. Das Gedicht ist eine Erinnerung daran, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind und dass die Natur uns mit ihrer Schönheit und Tiefe immer wieder aufs Neue inspirieren kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Wie viel Leben uns umflutet
- Kontrast
- Hier der Vogel, dort der Baum -
- Metapher
- Nur gefühlt, doch nie erschlossen!
- Personifikation
- Wie wir neben ihnen leben!
- Rhetorische Frage
- Doch was mag sich dort begeben!