Richtet nicht
1776Du gehst sehr ordentlich zu Kirch und Abendmahl; Er etwa dann und wann einmal. Du wartest des Gesangs, des Lesens und Gebets; Er seiner Pflicht und Arbeit stets.
Du hörest, denkst und sprichst und liesest sehr viel gutes, Er unterdessen thut es.
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Interpretation
Das Gedicht "Richtet nicht" von Heinrich Christian Boie behandelt das Thema der Beurteilung und des Urteils über andere Menschen. Es zeigt, dass man nicht immer alles über das Leben und die Taten anderer wissen kann und dass es wichtig ist, nicht vorschnell zu urteilen. Das Gedicht beschreibt zwei Personen: eine, die sehr religiös und fromm ist, und eine andere, die zwar nicht so oft in die Kirche geht, aber ihre Pflichten und Arbeiten erfüllt. Die erste Person scheint sehr viel Zeit mit religiösen Aktivitäten zu verbringen, während die zweite Person sich auf ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten konzentriert. Der letzte Vers des Gedichts verdeutlicht, dass die zweite Person trotz ihrer scheinbar weniger religiösen Lebensweise möglicherweise mehr Gutes tut als die erste Person. Dies zeigt, dass es nicht immer offensichtlich ist, wer wirklich ein guter Mensch ist und dass man nicht vorschnell urteilen sollte. Das Gedicht erinnert uns daran, dass es wichtig ist, andere nicht zu verurteilen oder zu beurteilen, bevor wir ihre ganze Geschichte und ihre Taten kennen. Es ermutigt uns, toleranter und verständnisvoller gegenüber anderen zu sein und nicht aufgrund von äußeren Erscheinungen oder Verhaltensweisen zu urteilen.
Schlüsselwörter
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Stilmittel
- Kontrast
- Du hörest, denkst und sprichst und liesest sehr viel gutes, Er unterdessen thut es.