Resignation
unbekanntWend´ich aufs Vergang´ne Prüfend mich zurück: Trifft auf schwarz behang´ne Särge nur mein Blick.
Schau´ich in das Heute, Was gewahr´ich drin? Alles Leben deute Auf Verwandlung hin.
Unerforschter Weiten Dämmerung verschließt, Was in fernen Zeiten Mir bereitet ist.
Und so schiff´und lenk´ich Durch die Nacht dahin; Wohlgemut bedenk´ich, Welch ein Nichts ich bin.
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Interpretation
Das Gedicht "Resignation" von Ernst von Feuchtersleben thematisiert die menschliche Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Im ersten Abschnitt reflektiert der Sprecher über die Vergangenheit und stellt fest, dass sie von Trauer und Verlust geprägt ist, symbolisiert durch "schwarz behang'ne Särge". Diese düstere Betrachtung deutet auf Resignation gegenüber dem Unvermeidlichen des Lebens hin. Im zweiten Abschnitt wendet sich der Sprecher der Gegenwart zu und erkennt, dass alles Leben auf Veränderung und Transformation hindeutet. Diese Erkenntnis vermittelt eine gewisse Akzeptanz des ständigen Wandels und der Vergänglichkeit des Lebens. Die Gegenwart wird somit als Übergangsphase zwischen Vergangenheit und Zukunft gesehen, die von Unsicherheit und Unvorhersehbarkeit geprägt ist. Im letzten Abschnitt blickt der Sprecher in die ferne Zukunft, die von Dunkelheit und Geheimnis umgeben ist. Die Zukunft bleibt unergründlich und verborgen, was den Sprecher dazu bringt, sein Leben als eine Reise durch die Nacht zu betrachten. Trotz der Unsicherheit und der Erkenntnis seiner eigenen Bedeutungslosigkeit ("Welch ein Nichts ich bin") behält der Sprecher eine positive und gelassene Haltung bei, was eine tiefe innere Resignation und Akzeptanz des Lebens und seiner Geheimnisse ausdrückt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Welch ein Nichts ich bin
- Metapher
- Unerforschter Weiten Dämmerung verschließt
- Personifikation
- Alles Leben deute Auf Verwandlung hin