Reisesegen
1895Tut Türen weit auf. Viel Licht Fließ über Fliesen. Wandrer steh auf. Gürte dich. Freu dich ins Fremde.
Geh gegen Wolken. Zieh wider Wind, Berg und Tal, stille Straße. Überm Weg weben Wünsche, Gold, Glück.
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Interpretation
Das Gedicht "Reisesegen" von Hans Schiebelhuth ist ein ermutigender und optimistischer Text, der den Leser oder Zuhörer dazu einlädt, sich auf eine Reise oder ein neues Abenteuer zu begeben. Die ersten Zeilen rufen dazu auf, Türen zu öffnen und sich dem Licht zuzuwenden, was symbolisch für Offenheit und Neugierde steht. Der "Wanderer" wird aufgefordert, sich zu erheben und sich auf die bevorstehende Reise vorzubereiten, indem er sich "gürte" – ein Ausdruck, der Stärke und Bereitschaft ausdrückt. Die Aufforderung, sich "ins Fremde" zu freuen, unterstreicht die positive Einstellung gegenüber dem Unbekannten und Unvertrauten. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Reise selbst beschrieben. Der Reisende wird ermutigt, sich den Herausforderungen zu stellen, symbolisiert durch "Wolken" und "Wind", die für Schwierigkeiten oder Hindernisse stehen könnten. Die Erwähnung von "Berg und Tal" und der "stillen Straße" vermittelt das Bild einer Reise durch verschiedene Landschaften und Erfahrungen. Die Zeile "Überm Weg weben Wünsche" deutet darauf hin, dass die Reise von Hoffnungen und Träumen begleitet wird, die den Reisenden leiten und inspirieren. Das Gedicht schließt mit den Worten "Gold, Glück", die als Symbole für die positiven Ergebnisse und Belohnungen stehen, die eine Reise oder ein neues Unterfangen mit sich bringen können. Diese Worte fassen die Essenz des Gedichts zusammen: Die Reise ist nicht nur ein physischer Akt, sondern auch eine metaphorische Suche nach Reichtum und Glück im Leben. Der "Reisesegen" ist somit eine poetische Ermutigung, das Leben mit Mut und Optimismus zu begehen und die Chancen zu ergreifen, die sich auf dem Weg bieten.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Zieh wider Wind, Berg und Tal, stille Straße.
- Imperativ
- Tut Türen weit auf. Wandrer steh auf. Gürte dich. Freu dich ins Fremde.
- Metapher
- Geh gegen Wolken. Zieh wider Wind, Berg und Tal, stille Straße.
- Personifikation
- Viel Licht Fließ über Fliesen.
- Symbolik
- Gold, Glück.