Regine
1817Und webte auch auf jenen Matten Noch jene Mondesmärchenpracht, Und stünd sie noch im Waldesschatten Inmitten jener Sommernacht; Und fänd ich selber wie im Traume Den Weg zurück durch Moor und Feld, Sie schritte doch vom Waldessaume Niemals hinunter in die Welt.
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Interpretation
Das Gedicht "Regine" von Theodor Storm beschreibt eine idealisierte, traumhafte Szene im Wald, in der die namensgebende Figur Regine als Teil einer märchenhaften Mondscheinnacht dargestellt wird. Die ersten beiden Strophen evozieren eine romantische, fast märchenhafte Atmosphäre, in der Regine inmitten der Natur verweilt und scheinbar nicht aus ihrem idyllischen Dasein ausbrechen möchte. In den letzten beiden Strophen wird die Unerreichbarkeit und das Festhalten an diesem Zustand betont. Selbst wenn der Sprecher den Weg zurück in diese Traumwelt finden könnte, würde Regine nicht "hinunter in die Welt" treten. Dies deutet auf eine tiefe Sehnsucht nach einer verlorenen oder unerreichbaren Vergangenheit hin, die durch die Figur Regine personifiziert wird. Das Gedicht reflektiert somit Themen wie Nostalgie, die Unmöglichkeit der Rückkehr zu einer idealisierten Vergangenheit und die Unvereinbarkeit von Traum und Realität. Storm nutzt die Natur als Metapher für einen Zustand der Reinheit und Unberührtheit, der im Gegensatz zur "Welt" steht, die als Ort der Veränderung und des Verlusts der Unschuld interpretiert werden kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Und stünd sie noch im Waldesschatten Inmitten jener Sommernacht
- Enjambement
- Und webte auch auf jenen Matten Noch jene Mondesmärchenpracht
- Kontrast
- Sie schritte doch vom Waldessaume Niemals hinunter in die Welt
- Metapher
- Den Weg zurück durch Moor und Feld
- Personifikation
- Und webte auch auf jenen Matten