Regenwetter
1806Was ist das für ein Wetter heut! Es regnet ja wie toll! Die Straße ist ein großer See, Die Gosse übervoll.
Der Sperling duckt sich unters Dach, So gut er eben kann, Und Nero liegt im Hundehaus Und knurrt das Wetter an.
Wir aber haben frohen Mut Und sehn dem Regen zu, Erzählen uns gar mancherlei Daheim in guter Ruh.
Lass regnen, was es regnen will! Lass allem seinen Lauf! Und wenn′s genug geregnet hat, So hörts auch wieder auf.
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Interpretation
Das Gedicht "Regenwetter" von Friedrich Halm beschreibt einen regnerischen Tag aus der Perspektive von Kindern oder einer Familie, die trotz des schlechten Wetters eine positive und gelassene Einstellung bewahren. Der Regen wird als "großer See" auf der Straße und "übervolle" Gosse dargestellt, was die Intensität des Regens verdeutlicht. Die Tiere, wie der Sperling und der Hund Nero, reagieren auf das Wetter, indem sie Schutz suchen oder sich unwohl fühlen, was die Auswirkungen des Regens auf die Natur und die Tiere unterstreicht. Die Menschen im Gedicht hingegen zeigen eine optimistische Haltung. Sie haben "frohen Mut" und genießen die Zeit im Innenraum, indem sie sich Geschichten erzählen und in "guter Ruh" verweilen. Diese Gelassenheit und Freude trotz des Regens spiegeln eine kindliche oder naive Perspektive wider, die das Schlechte im Leben akzeptiert und das Beste daraus macht. Das Gedicht vermittelt die Botschaft, dass man das Leben nicht zu ernst nehmen sollte und dass man auch in weniger idealen Situationen Freude finden kann. Der letzte Teil des Gedichts betont die Akzeptanz des natürlichen Laufes der Dinge. Die Zeilen "Lass regnen, was es regnen will! Lass allem seinen Lauf!" zeigen eine tiefe Weisheit und Gelassenheit gegenüber den Umständen, die man nicht kontrollieren kann. Die Erkenntnis, dass der Regen irgendwann aufhören wird, wenn er genug geregnet hat, symbolisiert die Hoffnung und den Glauben daran, dass sich alles zum Guten wenden wird. Das Gedicht lehrt uns, geduldig zu sein und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu akzeptieren.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Es regnet ja wie toll!
- Kontrast
- Wir aber haben frohen Mut und sehn dem Regen zu
- Metapher
- Die Straße ist ein großer See
- Personifikation
- Nero liegt im Hundehaus und knurrt das Wetter an
- Reimschema
- AABB