Rechenexempel
1862Die Henne legt ein Ei, Da ging der Mond entzwei; Die Hälfte fiel nach Nuckenstadt Und schlug zwei große Brummer platt! Zwei große Brummer, brumm, Summten hier herum, Um Rumpumpels Kopf, Um Rumpumpels Bauch Und um sein dickes Näschen auch!
Nun sind sie tot. - Aber im Ei Pickt das Kücken die Schale entzwei, Kriecht heraus, wackelt mit dem Schwanz - - Ist der Mond wieder ganz!
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Interpretation
Das Gedicht "Rechenexempel" von Paula Dehmel erzählt eine surreale und humorvolle Geschichte, in der eine Henne ein Ei legt, das den Mond in zwei Hälften spaltet. Eine dieser Hälften fällt auf ein Dorf namens Nuckenstadt und zermalmt zwei große Brummer. Die Brummer, die zuvor um Rumpumpels Kopf, Bauch und Nase herumgesummt haben, sind nun tot. Die Geschichte nimmt eine Wendung, als aus dem Ei ein Küken schlüpft. Das Küken pickt die Schale auf und kriecht heraus, wackelt mit dem Schwanz und bringt den Mond dadurch wieder in seine volle Form zurück. Das Gedicht spielt mit der Idee von Ursache und Wirkung sowie mit dem Konzept der Vollständigkeit und des Gleichgewichts in der Natur. Insgesamt ist "Rechenexempel" ein spielerisches und fantasievolles Gedicht, das den Leser in eine Welt voller Wunder und Absurditäten entführt. Es zeigt, wie selbst die kleinsten Kreaturen, wie ein Küken, eine große Wirkung auf die Welt um sie herum haben können.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Um Rumpumpels Kopf, Um Rumpumpels Bauch
- Hyperbel
- Die Hälfte fiel nach Nuckenstadt Und schlug zwei große Brummer platt
- Metapher
- Die Henne legt ein Ei, Da ging der Mond entzwei
- Personifikation
- Zwei große Brummer, brumm, Summten hier herum
- Symbolik
- Ist der Mond wieder ganz