Raffael (7)

Wilhelm Friedrich Waiblinger

1804

In den Himmel erhaben, zur Königin herrlich verkläret, Blieb dir das Herz, wie es war, aber es wuchs dir der Geist. Denn man betet dich an, du umgiebst dich mit strahlender Hoheit, Und der Vater hat dir längst dein Geheimniß enthüllt.

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Interpretation

Das Gedicht "Raffael (7)" von Wilhelm Friedrich Waiblinger thematisiert die geistige Erhöhung und Verklärung des Künstlers Raffael. Es beschreibt, wie Raffael, obwohl er im Himmel und zur Königin erhoben wurde, sein Herz bewahrt hat, während sein Geist gewachsen ist. Die Anbetung, die er erfährt, umgibt ihn mit strahlender Hoheit, und der Vater, möglicherweise als Symbol für Gott oder die göttliche Inspiration, hat ihm längst sein Geheimnis enthüllt. Die Interpretation des Gedichts legt nahe, dass Raffael als Künstler eine spirituelle und künstlerische Vollendung erreicht hat. Sein Herz bleibt unverändert, während sein Geist wächst, was auf eine innere Reifung und Erleuchtung hindeutet. Die Anbetung und die strahlende Hoheit, die ihn umgeben, verdeutlichen die Verehrung und den Respekt, den er als Künstler genießt. Die Enthüllung des Geheimnisses durch den Vater symbolisiert die Offenbarung der künstlerischen Inspiration und die Verbindung zu einer höheren, göttlichen Quelle.

Schlüsselwörter

himmel erhaben königin herrlich verkläret blieb herz wuchs

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Stilmittel

Hyperbel
der Vater hat dir längst dein Geheimniß enthüllt
Metapher
In den Himmel erhaben, zur Königin herrlich verkläret
Personifikation
Denn man betet dich an, du umgiebst dich mit strahlender Hoheit