Raffael (3)
1830Ja schon dem Lichte vertraut und dem höheren Reiche des Lebens Schwand er der Erde nun satt, plötzlich den Jüngern hinweg.
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Interpretation
Das Gedicht "Raffael" von Wilhelm Friedrich Waiblinger schildert den Abschied des Malergenies Raffael von der irdischen Welt. Es beschreibt, wie Raffael, der bereits das höhere Licht und Leben erfahren hat, plötzlich seinen Jüngern entrissen wird. Der Dichter verwendet dabei eine metaphorische Sprache, die Raffael als eine Art erleuchtete Seele darstellt, die bereit ist, in eine höhere Sphäre überzugehen. Die Stimmung des Gedichts ist von Wehmut und Resignation geprägt. Waiblinger vermittelt den Eindruck, dass Raffael zwar bereit für den Übergang ist, seine Jünger und Bewunderer ihn aber mit Schmerz und Unverständnis zurücklassen müssen. Die plötzliche Natur seines Abschieds verstärkt das Gefühl des Verlustes und der Unvollständigkeit, das die Zurückgebliebenen empfinden. In der Interpretation des Gedichts lässt sich eine tiefe Verehrung für Raffael erkennen, die über die bloße Anerkennung seines künstlerischen Genies hinausgeht. Waiblinger stellt Raffael als eine Art Heiligen oder Propheten dar, der eine höhere Wahrheit erkannt hat und nun zu seinem wahren Zuhause zurückkehrt. Das Gedicht reflektiert somit nicht nur den Tod eines Künstlers, sondern auch die Idee eines erleuchteten Geistes, der die irdischen Grenzen überwindet.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- dem höheren Reiche
- Hyperbel
- plötzlich den Jüngern hinweg
- Metapher
- dem höheren Reiche des Lebens
- Personifikation
- dem Lichte vertraut