Rätsel
1828Ein Bruder ist′s von vielen Brüdern, In Allem ihnen völlig gleich, Ein nötig Glied von vielen Gliedern, In eines großen Vaters Reich; Jedoch erblickt man ihn nur selten, Fast wie ein eingeschobnes Kind: Die Andere lassen ihn nur gelten Da, wo sie unvermögend sind.
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Interpretation
Das Gedicht "Rätsel" von Johann Wolfgang von Goethe beschäftigt sich mit dem Konzept der Individualität innerhalb einer Gruppe oder Gemeinschaft. Der Autor verwendet Metaphern und Vergleiche, um die Einzigartigkeit einer Person zu verdeutlichen, die sich von ihren "Brüdern" oder Gleichgesinnten unterscheidet. Der erste Teil des Gedichts beschreibt die Ähnlichkeit des Protagonisten mit seinen Brüdern, wobei er als ein notwendiges Glied in einer größeren Gemeinschaft dargestellt wird. Dies deutet darauf hin, dass der Protagonist eine wichtige Rolle innerhalb der Gruppe spielt, aber dennoch eine gewisse Distanz zu seinen Brüdern aufrechterhält. Der zweite Teil des Gedichts verdeutlicht, dass der Protagonist nur selten sichtbar ist und fast wie ein "eingeschobenes Kind" behandelt wird. Dies könnte darauf hindeuten, dass der Protagonist eine Ausnahmeerscheinung oder ein Sonderfall innerhalb der Gruppe ist, der nur in bestimmten Situationen zum Vorschein kommt. Die Tatsache, dass die anderen ihn nur dann anerkennen, wenn sie selbst nicht in der Lage sind, etwas zu tun, unterstreicht die Einzigartigkeit und den besonderen Wert des Protagonisten. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft über die Bedeutung der Individualität und die Rolle des Einzelnen innerhalb einer Gemeinschaft. Es ermutigt den Leser, die Einzigartigkeit und den besonderen Beitrag jeder Person zu erkennen und zu schätzen, auch wenn sie sich von der Masse unterscheidet.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- In eines großen Vaters Reich
- Personifikation
- Die Andere lassen ihn nur gelten