Glaubt mir, es ist kein Märchen, die Quelle der Jugend, sie rinnet
Wirklich und immer. Ihr fragt, wo? In der dichtenden Kunst.
Quelle der Verjüngung
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Kurze Interpretation des Gedichts
Das Gedicht „Quelle der Verjüngung“ von Friedrich Schiller ist eine prägnante Aussage über die ewige Kraft der Kunst, insbesondere der Dichtkunst, zur Erneuerung und zum Erhalt jugendlicher Frische. Es ist ein Zwei-Zeiler, dessen Botschaft klar und direkt vermittelt wird.
Der erste Vers, eingeleitet mit einem emphatischen „Glaubt mir“, stellt die These auf, dass es eine „Quelle der Jugend“ gibt, die tatsächlich und unaufhörlich fließt. Diese Formulierung entlarvt die Idee der Jungbrunnen als mehr als nur einen Mythos, sondern als eine Realität, die greifbar ist. Der Ausdruck „wirklich und immer“ betont die Beständigkeit und Verlässlichkeit dieser Quelle, die im Gegensatz zur Vergänglichkeit des menschlichen Lebens steht.
Der zweite Vers, ein rhetorischer Frage-Antwort-Dialog, enthüllt die Quelle der Jugend: „In der dichtenden Kunst.“ Schiller identifiziert die Dichtkunst als den Ort, an dem die Verjüngung stattfindet. Hier wird die Kunst als eine Art ewiger Brunnen dargestellt, der die Leser und möglicherweise auch den Künstler selbst mit neuer Lebendigkeit und jugendlicher Energie speist. Die „dichtende Kunst“ wird somit zum Mittel der Bewahrung und des Zugangs zur Jugendlichkeit, die über die physische Ebene hinausgeht.
Schillers Gedicht ist eine Hommage an die transformative Kraft der Kunst. Es suggeriert, dass die Auseinandersetzung mit Kunst, das Schaffen von Kunst und das Eintauchen in Kunstwelten eine Form der Verjüngung darstellt, die über das bloße Alter hinausgeht. Es lädt den Leser ein, die Kunst als einen stetigen Fluss zu betrachten, der uns immer wieder mit neuen Eindrücken und jungem Geist erfüllt.
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Lizenz und Verwendung
Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.
