Ponte rotto

Wilhelm Friedrich Waiblinger

1893

Eine zerbrochene Brücke, was ist′s, kein Wunder am Ende! Alles vergeht, und der Welt wird′s nicht viel besser geschehn. Dererlei merkt man sich nicht, auch wenn die Brücke sich weigert, Mit dem gefallnen Geschlecht über die Tiber zu gehn.

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Interpretation

Das Gedicht "Ponte rotto" von Wilhelm Friedrich Waiblinger handelt von der Vergänglichkeit und dem unausweichlichen Verfall aller Dinge. Die zerbrochene Brücke dient als Metapher für die Vergänglichkeit des Lebens und der menschlichen Errungenschaften. Der Dichter betont, dass selbst die mächtigsten und stabilsten Strukturen letztendlich zerfallen werden. Das Gedicht reflektiert über die Vergänglichkeit der Zeit und die Tatsache, dass alles, was existiert, eines Tages vergehen wird. Die Brücke, die einst den Fluss Tiber überquerte, ist nun zerbrochen und kann ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Dies symbolisiert den Verlust von Stabilität und Beständigkeit im Leben. Die letzten beiden Zeilen des Gedichts deuten darauf hin, dass selbst die Brücke, die einst den Fluss überquert hat, sich weigert, mit dem gefallenen Geschlecht über den Tiber zu gehen. Dies könnte als Hinweis auf den Verlust von Hoffnung und Fortschritt interpretiert werden. Die Brücke, die einst eine Verbindung zwischen den Ufern herstellte, ist nun ein Symbol für die Unfähigkeit, voranzukommen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
was ist's, kein Wunder am Ende
Hyperbel
und der Welt wird's nicht viel besser geschehn
Metapher
Eine zerbrochene Brücke
Parallelismus
Alles vergeht, und der Welt wird's nicht viel besser geschehn
Personifikation
auch wenn die Brücke sich weigert