Pompils Landgut

Gotthold Ephraim Lessing

1729

Auf diesem Gute läßt Pompil Nun seine sechste Frau begraben. Wem trug jemals ein Gut so viel? Wer möchte so ein Gut nicht haben?

Anhören

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Pompils Landgut

Interpretation

Das Gedicht "Pompils Landgut" von Gotthold Ephraim Lessing thematisiert die Ironie des Reichtums und der Ehe. Der Protagonist Pompil hat auf seinem Landgut bereits sechs Frauen begraben, was auf eine gewisse Unverantwortlichkeit und Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben seiner Partnerinnen hindeutet. Das Gedicht wirft die Frage auf, ob es wirklich erstrebenswert ist, ein solches Gut zu besitzen, das mit so viel Leid und Verlust verbunden ist. Lessing nutzt die Wiederholung der Frage "Wem trug jemals ein Gut so viel?" um die Absurdität der Situation zu betonen. Der Leser wird dazu angeregt, über den wahren Wert von Besitz und Reichtum nachzudenken. Die abschließende Frage "Wer möchte so ein Gut nicht haben?" ist sarkastisch gemeint und fordert den Leser auf, die Konsequenzen eines solchen Besitzes zu bedenken. Die Kürze des Gedichts und die Verwendung von rhetorischen Fragen verstärken die Wirkung der Botschaft. Lessing kritisiert die Gesellschaft, die den materiellen Besitz über das menschliche Leben stellt. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die Prioritäten im Leben an und hinterfragt die Vorstellung, dass Reichtum und Besitz das Glück und die Erfüllung bringen.

Schlüsselwörter

gut gute läßt pompil sechste frau begraben trug

Wortwolke

Wortwolke zu Pompils Landgut

Stilmittel

Frage
Wem trug jemals ein Gut so viel?
Ironie
Wer möchte so ein Gut nicht haben?