Plappermündchen
unknownIn Leipzig wohnt ein Bäckermeister, Hans=back=die=Semmeln=größer heißt er; Seine Mutter, die Frau Meisterin, Zieht den Teig wer weiß wie dünn, Rollt ihn mit der Mangel aus, Macht sieben bucklige Bretzeln draus, Drei für den Vater, Drei für die Mutter, Eine für unser Plappermündchen; Dann schweigt′s vielleicht ein Viertelstündchen!
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "Plappermündchen" von Paula Dehmel handelt von einem Bäckermeister namens Hans, der in Leipzig wohnt. Seine Frau, die Meisterin, bereitet den Teig zu und formt daraus sieben bucklige Bretzeln. Drei Bretzeln sind für den Vater, drei für die Mutter und eine für das Plappermündchen, das Kind des Hauses. Das Gedicht beschreibt auf charmante Weise den Alltag einer Bäckerfamilie. Die Mutter zieht den Teig dünn aus und rollt ihn mit der Mangel. Aus dem Teig entstehen sieben Bretzeln, die gleichmäßig auf die Familienmitglieder verteilt werden. Die Bretzeln symbolisieren die Liebe und Fürsorge, die die Eltern ihren Kindern entgegenbringen. Das Plappermündchen, das Kind, erhält eine eigene Bretzel. Der Name "Plappermündchen" deutet darauf hin, dass das Kind sehr redselig ist und viel plappert. Doch nachdem es seine Bretzel bekommen hat, schweigt es vielleicht für ein Viertelstündchen. Dies könnte bedeuten, dass das Kind so sehr mit dem Essen beschäftigt ist, dass es eine kurze Pause vom Plappern einlegt. Das Gedicht endet mit einem humorvollen Seitenhieb auf die kindliche Redseligkeit.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Hans=back=die=Semmeln=größer
- Binnenreim
- bucklige Bretzeln
- Onomatopoesie
- Plappermündchen
- Rhythmus
- Drei für den Vater, Drei für die Mutter, Eine für unser Plappermündchen